Mit den Menschen leben, denen man hilft

Entwicklungsberater Habtamu Bacha

Das Rückgrat unserer Arbeit bilden Dutzende von jungen Entwicklungsberatern, die in den abgelegenen Dörfern leben. In seiner Unterkunft im Dorf Hudad bereitet sich Berater Habtamu Bacha auf einen langen Arbeitstag vor.

Entwicklungsberater Habtamu Bacha

Weil der 27-Jährige unter den Bauern lebt, kennt er die Probleme im Dorf genau. Durch den engen Kontakt lassen sich viele Initiativen leichter umsetzen: Regelmäßig treffen sich die Bauern, um mühsame Arbeiten zum Schutz des Bodens gemeinsam anzugehen.

Entwicklungsberater Habtamu Bacha mit einer Gruppe Bauern

Starke Regenfälle haben in den vergangenen Jahren an den Hängen einen großen Teil des Mutterbodens abgespült. Unter Habtamus Anleitung terrassieren die Bauern die Felder, um den Boden zu erhalten und die Ernteerträge zu sichern.

Bauern terrassieren die Felder

Die Frauen leiden unter dem beißenden Rauch der offenen Kochfeuer. Habtamu propagiert raucharme und holzsparende Herde, die sich aus einzelnen Betonteilen zusammensetzen lassen. Diese sind in vielfacher Hinsicht wertvoll, da sie durch den geringeren Holzbedarf von etwa einem Drittel eines offenen Feuers einerseits die Erosion und Entwaldung bremsen und andererseits die Frauen auch viel weniger Zeit mit dem mühsamen Holzsammeln beschäftigt sind. Hier hilft Habtamu den Frauen beim Abtransport ihrer neuen Öfen.

Entwicklungsberater Habtamu Bacha hilft mit einen Esel zu beladen

Habtamu hat den Gesundheitsfachleuten von Menschen für Menschen an der örtlichen Schule einen Besuchstermin organisiert. Die Kinder erhalten Vitamintabletten und Tropfen gegen Spul- und Hakenwürmer. „Unterricht in Hygiene gehört zu meinen ständigen Aufgaben“, sagt Habtamu Bacha.

Ein äthiopischer Schuljunge bekommt Vitamintabletten

Bislang holten die Dorfbewohner ihr Trinkwasser aus offenen Quellen. Habtamu Bacha schlug vor, eine Quelle zu fassen und ein Reservoir zu bauen. Menschen für Menschen zahlt Zement und den Lohn für die Maurer. Die Dorfbewohner schaffen Sand und Steine für den Beton heran.

Entwicklungsberater Habtamu Bacha besichtigt den Bau eines Reservoirs

Die Landwirte haben bereits mehrere Becken für die Bewässerung ihrer Felder erhalten: Darin wird das Wasser von kleinen Rinnsalen gesammelt und auf die Felder geleitet – jetzt können die Bauern Gemüse für den Markt produzieren.

Entwicklungsberater Habtamu Bacha mit Bauern an einem Becken zur Bewässerung

Die Bauern waren nie in einer Schule, es fehlt ihnen an Wissen über effektive landwirtschaftliche Methoden. Habtamu Bacha verteilt Saatgut und Obstbaumsetzlinge und erklärt, wie die Erträge optimiert werden können.

Entwicklungsberater Habtamu Bacha mit einem Bauern beim setzen eines Obstbaumes

Dieser Bauer hat einen wichtigen Tipp des Entwicklungsberaters umgesetzt: Mit Trichtern aus Blech schützt er die Pfähle seines Kornspeichers. Sie verhindern, dass Ratten und andere Nager in den Speicher eindringen können.

Entwicklungshelfer Habtamu Bacha spricht mit einem Bauern vor dessen Kornspeicher

„In ein, zwei Jahren möchte ich weiterstudieren, vielleicht Projektleiter werden“, sagt Habtamu Bacha. Aber nun gelte es zunächst, weiter Erfahrungen an der Basis zu sammeln: „Zu sehen, wie ich die verzweifelte Situation der Landbevölkerung verbessern kann, ist einfach großartig.“

Entwicklungsberater Habtamu Bacha

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