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Wasserbohrgerät im Einsatz in Äthiopien

Sauberes Trinkwasser für Boni

Wasser marsch!

Seit 2017 arbeiten die Mitarbeiter:innen von Menschen für Menschen in Jeldu gemeinsam mit der Bevölkerung an der langfristigen Entwicklung der Region. Zugang zu sauberem Wasser zu schaffen, ist dabei einer von vielen Aspekten. Ein besonderes Projekt in diesem Zusammenhang ist ein groß angelegtes Wasserversorgungssystem, das die Menschen im Städtchen Boni und den umliegenden Gemeinden künftig mit gesundem, sauberem Wasser versorgen wird.

Nur einer von zwei Menschen hat sauberes Wasser

Zu Beginn unserer Projektarbeit in Jeldu hatte nur jeder zweite Mensch Zugang zu sauberem Wasser. In manchen Gemeinden sogar nur einer von zehn! Die überwiegende Mehrheit muss aus seichten Rinnsalen das tägliche Wasser schöpfen. So auch die 52-jährige Worki. Tagtäglich müssen sie und ihre Stieftochter Teju mühsam Wasser von der Oberfläche eines kleinen Tümpels abschöpfen, der etwa 20 Minuten Fußweg entfernt liegt. Für Trinkwasser wären sie gute drei Stunden unterwegs. Das sollte bald der Vergangenheit angehören, denn vor Workis Haus entsteht eine der Entnahmestellen des Wasserversorgungssystems von Boni.

Schritt für Schritt zu sauberem Wasser

Das Mammutprojekt zur Wasserversorgung von vielen tausenden Menschen startete Anfang 2019. Was seither geschehen ist, haben wir hier in einem Überblick zusammengefasst:

Wasserreservoir erschließen

Das Wasser für die Versorgung der Bevölkerung von Boni wird aus einem Wasserreservoir unter einer Ebene etwa 2,5 Kilometer vor den Toren der Stadt gewonnen. Vor der Tiefenbohrung, um das Reservoir zu erschließen, wurde eine ausführliche Untersuchung der Bodenbeschaffenheit durch äthiopische Spezialist:innen durchgeführt.

Vorbereitungen

Bei der Untersuchung wurden mehrere Stellen gefunden, die für die Bohrung geeignet waren. Eine große Herausforderung war es, eine Firma zu finden, die diese auch durchführen kann. Denn in Äthiopien sind diese rar gesät und viele schrecken oft davor zurück, in so abgeschiedenen Gegenden die Arbeit aufzunehmen.

Tiefenbohrung

Im März 2019 war es schließlich soweit und es konnte mit der Tiefenbohrung begonnen werden. Schon bei der ersten Bohrung stießen die Spezialisten in 27 Meter Tiefe auf Wasser. Für den besten Wasserdruck musste aber natürlich noch weiter gebohrt werden. Rund alle zwei Meter wurden Sedimentproben entnommen, um das Wasservorkommen zu prüfen.

Wasser marsch!

In circa 160 Meter Tiefe stieß man schließlich auf ein Wasserreservoir mit ausreichendem Wasserdruck. Hier kannst du dir ein beeindruckendes Video von der Tiefenbohrung ansehen.

Bau des Reservoirs

Das in der Ebene gewonnene Wasser wird mittels Generator in ein Reservoir gepumpt, das rund 200.000 Liter fasst. Der natürliche Wasserdruck wird genutzt, um das Wasser schließlich in die Entnahmestellen zu leiten. Im Bild Projektleiter Gebeyehu mit Mitgliedern des Wasser-Komitees vor dem Reservoir.

Generatorhaus

Für den Generator wird ein eigenes, schützendes Häuschen gebaut, inklusive Platz für den Wächter, der ein Auge auf den Generator haben wird.

Verbindungen schaffen

Wie bei allen Projekten von Menschen für Menschen wird natürlich auch hier die Bevölkerung miteinbezogen. So zum Beispiel auch bei den Grabungen für die Wasserleitungen, woran sich zahlreiche Frauen und Männer der Umgebung tatkräftig beteiligten.

Lokales Know how nutzen

Wo möglich, setzt man auf die Expertise der Bevölkerung. Notwendige Schweißerarbeiten beim Verlegen der Leitungen wurden zum Beispiel von Yosef durchgeführt, der selbst aus der Region stammt und das zusätzliche Einkommen für seine Ausbildung nutzt.

14 Entnahmestellen

Insgesamt 14 Entnahmestellen wurden in und um Boni erreichtet, aus denen die Bevölkerung sauberes Trinkwasser erhält. „Wenn alles fertiggestellt ist, wird jede dieser Entnahmestellen rund 270 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen“, erklärt Projektleiter Gebeyehu – hier im Bild mit Worki im Dezember 2021.

Duschen für die Bevölkerung

Das Wasserversorgungssystem wird auch zwei Duschanlagen speisen: zum einen für die allgemeine Öffentlichkeit, zum anderen für die Lehrer:innen und Schüler:innen am Gelände der örtlichen Schule.

Fertigstellung

Aufgrund der Pandemie kam es zu gestiegenen Zementpreisen und in Folge zu Lieferschwierigkeiten, was die Baumaßnahmen verzögerte. Nichtsdestotrotz wird eifrig an der Fertigstellung gearbeitet und wir halten dich hier über die nächsten Meilensteine auf dem Laufenden.

Sauberes Wasser verändert alles! Deine Spende ermöglicht Menschen in Äthiopien den Zugang zu sauberem Wasser. Bitte hilf mit!

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