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Projektthema

Gesundheit

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„Entwicklung ist die beste Medizin. Sie schützt unsere Gesundheit.“

Im ländlichen Äthiopien ersetzen einfache Gesundheitsstationen den Arzt bzw. die Ärztin. Doch diese sind in der Regel kaum mit dem Nötigsten ausgestattet. Wir bauen stabile, saubere Gesundheitszentren, statten bestehende mit medizinischem Material aus und führen Schulungen für MitarbeiterInnen durch.

Hilf mit, die Gesundheitsversorgung der Familien zu verbessern! Als ein Mensch für Menschen.

Eine gute Gesundheitsversorgung verändert Leben. Wie sehr, erzählen dir die Menschen aus unseren Projektregionen.

Wenn es kilometerweit keine medizinische Hilfe gibt, wird jede Krankheit zur Bedrohung. Besonders schwangere Frauen, Kinder und ältere Menschen haben schwer unter der schlechten Gesundheitsversorgung in den ländlichen Regionen Äthiopiens zu leiden.

Viele Krankheiten lassen sich schon durch einfache Hygienemaßnahmen oder den Zugang zu sauberem Trinkwasser vermeiden. Wie beispielsweise Durchfallerkrankungen, die besonders für Babys und Kleinkinder gefährlich werden können, oder auch die Augeninfektion Trachom, die unbehandelt zur Erblindung führen kann.

Neben dem Bau von Gesundheitsstationen sind deshalb  Schulungen für Fachkräfte und die Vermittlung von Wissen über Familienplanung, übertragbare Krankheiten und Hygienemaßnahmen besonders wichtig.

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Luxusgut Gesundheit

Gesundheit wirkt sich auf fast alle Lebensbereiche aus und ist von vielen Faktoren abhängig. Nur wer gesund ist, kann aktiv an einem gesellschaftlichen Leben teilnehmen und auch für eine wirtschaftliche Basis sorgen. Daher setzen wir an vielen Stellen an um die Gesundheit der Menschen – vom Kleinkind bis zur GreisIn – zu verbessern.

Luxusgut Gesundheit

Gesundheit wirkt sich auf fast alle Lebensbereiche aus und ist von vielen Faktoren abhängig. Nur wer gesund ist, kann aktiv an einem gesellschaftlichen Leben teilnehmen und auch für eine wirtschaftliche Basis sorgen. Daher setzen wir an vielen Stellen an um die Gesundheit der Menschen – vom Kleinkind bis zur GreisIn – zu verbessern.

Was wir tun:

Im Bereich Gesundheit führen wir unter anderem folgende Maßnahmen durch:

Aufzählungspunkt
Hygiene- und Gesundheitskurse, Kampagnen an Schulen
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Einführung von Grubenlatrinen und anderen Hygienemaßnahmen
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Bau und Ausstattung von Krankenhäusern, Krankenstationen und Polikliniken
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Ausstattung von Krankenstationen mit solarbetriebenen Kühltruhen
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Bereitstellung von Ambulanzfahrzeugen
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Augenbehandlungen und -operationen (Grauer Star und Trichiasis), Trachombekämpfung
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Parasitenbehandlung (Entwurmung)
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Unterstützung bei der Umsetzung von Impfprogrammen
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Aufklärung über HIV / AIDS, Tests und Beratungen
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Aufklärungskurse und Angebote zur Familienplanung
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Bekämpfung von schädlichen Traditionen, wie z.B. Frühverheiratung oder Genitalverstümmelung (FGM/C)
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Covid-19 Soforthilfe

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Wissen ist ansteckend

Nur wer Zugang zu Informationen hat, kann sich und seine Gesundheit aktiv schützen. Deshalb sind Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung besonders wichtig, um die Gesundheit der Menschen langfristig zu verbessern. Aufklärung zu wichtigen Themen wie die verbesserte Hygiene durch die Nutzung von sauberem Trinkwasser und Latrinen, Schutz vor Krankheiten oder Familienplanung leisten die äthiopischen MitarbeiterInnen bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Zum Beispiel bei Kochkursen, in eigens organisierten Schulclubs und natürlich in Hauswirtschaftskursen. Die Frauen, Männer und Kinder tragen ihr neues Wissen dann nach Hause zu ihren Familien, Nachbarinnen und Nachbarn.
Schwangerschaftsultraschalluntersuchung

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Unterstützung für ÄrztInnen und Gesundheitspersonal

Fortbildungen für medizinisches Personal retten Leben! Wir führen Schulungen für ÄrtzInnen, KrankenpflegerInnen, GesundheitsberaterInnen oder Hebammen durch, damit sie im Notfall schnell und effektiv helfen können. Um die Gesundheitsversorgung Äthiopiens flächendeckend zu verbessern, unterstützen wir zudem die staatlichen Impfdienste durch Transporthilfen und das Familienplanungsangebot durch Fachkräfte und Fortbildungen. Augenlicht rettende Operationen werden von speziell ausgebildeten MitarbeiterInnen von Menschen für Menschen oder von anreisenden FachärztInnen durchgeführt.

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Gesundheitseinrichtungen für die Bevölkerung

Besonders im ländlichen Äthiopien mangelt es an einer flächendeckenden medizinischen Grundversorgung. Im Schnitt steht für 10.000 PatientInnen nur ein Arzt bzw. eine Ärztin zur Verfügung. Werden die Menschen krank, müssen sie häufig lange Fußmärsche zur nächsten Klinik auf sich nehmen. Besonders für schwangere Frauen, ältere oder schwer kranke Menschen ist professionelle Hilfe somit nur schwer erreichbar.

Um die abgelegenen Regionen medizinisch zu versorgen, bauen oder renovieren wir Gesundheitszentren und statten diese mit medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterial aus. Neben Untersuchungen werden auch Beratungsleistungen, zum Beispiel rund um Familienplanung, angeboten. 

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Schwerpunktaktion gegen das Erblinden

Die bakterielle Augenentzündung Trachom wird durch Schmierinfektion und Fliegen übertragen. Während sie zu Beginn noch gut mit antibiotischen Mitteln behandelbar ist, bedroht sie im chronischen Verlauf das Augenlicht der Betroffenen: Ihre Augenlider drehen sich nach innen und die Wimpern zerkratzen die Hornhaut. Es droht eine schmerzvolle Erblindung, die nur durch einen operativen Eingriff verhindert werden kann, der von unseren GesundheitsmitarbeiterInnen vor Ort durchgeführt wird.

Unsere Maßnahmen im Bereich Wasser und Gesundheit tragen maßgeblich zur langfristigen Bekämpfung von Trachom bei. Außerdem wurde in den Projektregionen Abune Ginde Beret und Ginde Beret eine Schwerpunktaktion umgesetzt, bei der über fünf Jahre hinweg im Schnitt 200.000 Menschen jährlich mit entzündungshemmenden Mitteln versorgt wurden.

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Schädliche Traditionen

Gerade in den ländlichen Regionen sind noch veraltete Traditionen verbreitet, die die Gesundheit – insbesondere von Frauen – nachhaltig schädigen oder die Lebensumstände der Menschen verschlechtern. Manche „Traditionen“, wie zum Beispiel die weibliche Genitalverstümmelung sind zwar offiziell verboten, aber es braucht viele Jahre, bis diese auch tatsächlich verschwinden.

Um gemeinsam eine langfristige Veränderung herbeizuführen, ist es wichtig, mit den Menschen das Gespräch zu suchen. Aufzuklären, ohne zu belehren. Dazu werden auch regelmäßig religiöse Führer einbezogen. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Gesundheitsbehörden wird  außerdem über die Auswirkungen weiterer Traditionen, wie Frühverheiratung, Tätowierungen u.v.m. aufgeklärt.
Mutter und Kind essen

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Gesundheit in allen Lebenslagen

Gesundheit wird von vielen Faktoren beeinflusst, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit einer medizinischen Versorgung stehen. Ein gesichertes Einkommen und vitaminreiche Ernährung wirken sich positiv auf die Gesundheit der Menschen aus. Maßnahmen in den Bereichen Einkommen oder Landwirtschaft verbessern deshalb die Gesundheitssituation der Bevölkerung nachhaltig. Der Zugang zu sauberem Wasser, aber auch der Zugang zu Wissen über verbesserte Hygienemaßnahmen sind ebenfalls ausschlaggebend für ein langes, gesundes Leben.

Covid-19-Soforthilfe

Weltweit waren bzw. sind Menschen von den Auswirkungen der Coronapandemie betroffen und auch vor Äthiopien machte das Virus nicht halt. Die Sorge vor einem rapiden Anstieg der Fallzahlen war von Anfang an groß, denn das äthiopische Gesundheitssystem ist für eine derartige Krise nicht gerüstet. Hinzu kommt, dass in den ländlichen Regionen nur jeder zweite Mensch Zugang zu sauberem Trinkwasser hat. So sind selbst einfachste Maßnahmen wie Hygiene und Händewaschen kaum umsetzbar.

Bereits ab März 2020 leisteten wir, zusätzlich zu unserer regulären Projektarbeit, Soforthilfe und versorgten verantwortliche Regionalbehörden mit dringend benötigten Schutzmaterialien wie Masken, Desinfektionsmittel, Flüssigseife und Decken für Quarantänestationen. Zusätzlich wurden Gesundheitsstationen in unseren Projektregionen mit Schutz- und Verbrauchsmaterialien ausgestattet. Besonders wichtig war uns auch, unsere Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsaufklärung, zum Beispiel über wichtige Hygienemaßnahmen, zu verstärken.

Was wir erreicht haben:

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68.426 Augenlicht rettende Operationen

Bisher hat Menschen für Menschen 68.426 Augenlicht rettende Operationen ermöglicht und so die Lebensqualität der Menschen maßgeblich verbessert.

Im Rahmen der Großaktion gegen Trachom konnte die Zahl der unter Zehnjährigen, die von Trachom betroffen sind, drastisch gesenkt werden: In Ginde Beret von ursprünglich 62% auf 6,2% sowie in Abune Ginde Beret von ursprünglich 50% auf 3,2%.

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103 Gesundheitsstationen

103 Gesundheitsstationen wurden bereits errichtet, um den Menschen auch in den abgelegenen Dörfern eine medizinische Versorgung zu ermöglichen.

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10.454 Teilnehmer bei Aufklärungskursen

10.454 Menschen haben an Aufklärungskursen zu Reproduktionsgesundheit teilgenommen und über 931.691 Frauen haben Verhütungsmittel (ohne Kondomverteilung) erhalten