2.000 Mal lebenswichtiges Trinkwasser

Menschen für Menschen feiert die Errichtung von 2.000 Brunnen und Quellfassungen

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Wien/Addis Abeba 17.03.2015 – Nur die Hälfte der Bevölkerung Äthiopiens hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dabei ist sauberes Wasser die Grundlage allen Lebens und bedeutend für die erfolgreiche Entwicklung ganzer Regionen. Menschen für Menschen legt deshalb neben Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheit, Bildung und Frauenförderung besonderes Augenmerk auf eine verbesserte Wasserversorgung in den Projektregionen. 2.000 Brunnen und Quellfassungen hat Menschen für Menschen seit Gründung der Organisation im Jahr 1981 bereits gebaut und damit maßgeblich zu einer verbesserten Infrastruktur, Gesundheit und Ernährung in den Projektregionen beigetragen.

 

Nur 2 von 10 Menschen hatten sauberes Wasser

Gerade in den ländlichen Regionen, wo Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung umfassende Maßnahmen setzt, ist die Wasserversorgung besonders katastrophal. Wie zum Beispiel in dem vom österreichischen Verein finanzierten Projektgebiet Ginde Beret, wo noch vor vier Jahren gerade einmal ein Viertel der 131.000 Einwohner sauberes Trinkwasser zur Verfügung hatte. Seit 2011 ist die Hilfsorganisation in der Region tätig. Insbesondere der Bau von Brunnen und Quellfassungen ist in den ersten Projektjahren wichtig, um die Versorgung mit sauberem Wasser in der Region zu sichern sowie durch den Bau von Reservoiren das Wasser nutzbar zu machen, um durch Bewässerung die Ernteerträge in der Region zu steigern.

 

Wasserversorgung in drei Jahren verdoppelt

„Allein in der ersten Projektphase konnten  wir durch den Bau von 60 Brunnen und Quellfassungen den Zugang zu sauberem Trinkwasser in Ginde Beret verdoppeln“, so Rupert Weber, geschäftsführender Vorstand des Vereins. „Die bisher von der Außenwelt nahezu abgeschottete Region hat damit stark aufgeholt und ist im Begriff den Landesdurchschnitt zu übertreffen.“ Bis zum Ende der aktuellen Projektphase (2014-2018) sollten bereits über 100.000 Menschen in Ginde Beret Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, das entspricht 80% der Gesamtbevölkerung.

 

Bildung von Wasserkomitees

Menschen für Menschen leistet „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das bedeutet, dass die Bevölkerung schon von Beginn an in die Planung und Umsetzung der Maßnahmen miteinbezogen wird. Wird zum Beispiel ein Brunnen gebaut oder eine Quelle gefasst, hilft die Bevölkerung mit, die Quelle freizulegen oder den Brunnenschacht zu graben. Im Dorf selbst wird von den Bewohnern ein Wasserkomitee gewählt, das in Zusammenarbeit mit Vertretern der lokalen Behörden nach einem von der äthiopischen Regierung entwickelten WASH-Programm (Water, Sanitation and Hygiene) unterrichtet wird. Die Mitglieder des Komitees lernen, wie ein  Brunnen zu pflegen und zu warten ist, um eine möglichst lange Lebensdauer sicherzustellen und auch die Themen Hygiene, Gesundheit und Umwelt werden miteinbezogen. Das Wasserkomitee selbst engagiert in der Regel einen Brunnenwärter. Dieser ist für die Instandhaltung und die regelmäßige Reinigung des Brunnens verantwortlich und erhält für seine Arbeit ein Salär, das durch Abgaben der Nutzer finanziert wird. Die Höhe dieser Nutzungsgebühr wird von der Bevölkerung selbst festgelegt und dient in Zukunft auch dazu, allfällige Reparaturen oder Ersatzteile bezahlen zu können. Ist ein Brunnen fertiggestellt, wird er in die Verantwortung der Bevölkerung übergeben. So wird vermieden, dass Abhängigkeiten entstehen und sichergestellt, dass die Menschen selbst ihren Beitrag zur Entwicklung ihrer Heimat beitragen.

 

Bildmaterial:

Bild: Menschen für Menschen

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2.000 Brunnen und Quellfassungen hat Menschen für Menschen bereits gebaut. Allein in der österreichischen Projektregion Ginde Beret kommen in diesem Jahr zehn neue dazu.

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Kontakt:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Austria
Martina Hollauf, E-Mail: m.hollauf@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-16
Mobil: +43 (0)664 184 33 22

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