Menschen für Menschen zum Weltwassertag 2018

Menschen für Menschen schafft Zugang zu sauberem Trinkwasser

Wien, 21. März 2018 – Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist weltweit nach wie vor stark ungleich verteilt. Etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt in Regionen, die von Wasserknappheit betroffen sind. Rund drei Viertel aller Haushalte in Subsahara-Afrika beziehen ihr Wasser von einer Quelle außerhalb ihres Heims. In 50 bis 85% der Fälle sind Frauen und Mädchen für das Wasserholen verantwortlich. Sie müssen pro Tag durchschnittlich 6 Kilometer dafür zu Fuß zurücklegen (UNHCR).

In Äthiopien konnte der Zugang zu sauberem Wasser in den letzten Jahrzehnten drastisch gesteigert werden. Dennoch hat noch immer fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Ein großes Gefälle zeigt sich insbesondere im Vergleich der städtischen und ländlichen Regionen. In den städtischen Regionen haben 93,1% der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser während es im ländlichen Äthiopien, wo die Mehrheit der Bevölkerung lebt, nur 48,6% der Menschen sind (CIA Factbook).

 

Folgen des fehlenden Zugangs zu Trinkwasser

Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser wirkt sich auf viele Bereiche des Lebens, von Gesundheit über Bildung bis hin zu Ernährung negativ aus. Am offensichtlichsten sind die negativen Folgen für die Gesundheit. Die ungeschützten Quellen, aus denen die Menschen ihr tägliches Trink- und Nutzwasser gewinnen, sind voll Bakterien und Parasiten. Durchfallerkrankungen, Hepatitis A und Typhus gehören zu den gängigsten Krankheiten, die insbesondere für Kleinkinder lebensbedrohliche Auswirkungen haben können. Aber auch die Übertragung der bakteriellen Augenentzündung Trachom wird durch mangelnde hygienische Verhältnisse gefördert. Für Mädchen, die traditionellerweise für das Wasserholen zuständig sind, bedeuten fehlende Wasserquellen in Dorfnähe lange Fußmärsche, die sie ihnen den Schulbesuch erschweren. Negativen Einfluss auf die Wasservorkommen hat die fortschreitende Abholzung, die damit auch die Bewässerungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft verringert.

Lesen Sie hier weitere interessante Fakten zur Wassersituation in Äthiopien:Informationsblatt zur Wassersituation in Äthiopien

 

Maßnahmen zur Wasserversorgung und -nutzung

Der Zugang zu sauberem Wasser ist die Grundlage für ein besseres Leben und wirkt sich auf viele Bereiche positiv aus. Deshalb führt Menschen für Menschen in seinen Projektgebieten unter anderem folgende Maßnahmen durch:

  • Bau von Handpumpbrunnen und Quellfassungen
  • Errichten von Waschplätzen und Viehtränken
  • Errichten von Wasserreservoirs bei Quellfassungen, um das über Nacht fließende Wasser zu sammeln (Nutzwasser)
  • Initiieren von Wasserkomitees in den Dörfern
  • Schulung der Bevölkerung in Brunnenmanagement und -wartung
  • Bau von Latrinen und Ausgabe von Latrinenabdeckungen
  • Errichten von Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft
  • Bau von Wasserversorgungssystemen für Kleinstädte
  • Behandeln von Nutzgewässern mit Endod (Egelbekämpfung)

Detaillierte Informationen zu den angeführten Maßnahmen finden Sie in unserem Informationsblatt zum Thema Wasser
Menschen für Menschen - Maßnahmen im Bereich Wasser

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich einfach an:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Österreich
Alexandra Bigl, E-Mail: a.bigl@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-12
Mobil: +43 (0)676 790 56 73

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