Menschen für Menschen zum Weltfrauentag 2018

Wie Menschen für Menschen Frauen in Äthiopien stärkt

Wien, 8. März 2018 – Die Ungleichstellung von Frauen zeigt sich in Äthiopien auf vielen Ebenen, beispielsweise im oftmals fehlenden Mitspracherecht in der Familie ebenso wie in der Dorfgemeinschaft, in der schlechteren ökonomischen Stellung oder im erschwerten Zugang zu Bildung.

Damit sich die Situation von Frauen nachhaltig verbessert, braucht es – ebenso wie für die Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in Äthiopien allgemein – einen Ansatz, der nicht auf einzelne Maßnahmen, sondern auf eine Verbesserung in allen Lebensbereichen sowie auf eine Änderung der traditionellen Denkweisen über die Aufgaben und Rollen von Frauen und Männern abzielt.

Menschen für Menschen setzt ein Gesamtkonzept um, das ein Zusammenspiel von Maßnahmen aus allen wichtigen Lebensbereichen umfasst: Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit, Bildung und Einkommen. Analog zu diesem Gesamtkonzept stärkt Menschen für Menschen Frauen in allen Lebensbereichen.

Die Maßnahmen zur Förderung von Frauen umfassen zum Beispiel:

  • Vergabe von Kleinkrediten
  • Handwerkliche Kurse (Töpfern, Nähen, Weben)
  • Medizinische Versorgung und Geburtshilfe
  • Aufklärung und Angebote zur Familienplanung
  • Ausgabe von holzsparenden Öfen
  • Bau von Brunnen und Quellfassungen

Lesen Sie hier mehr über die Maßnahmen von Menschen für Menschen und wie Frauen in Äthiopien davon profitieren:
'Menschen für Menschen für Frauen' als PDF downloaden

Lebensbedingungen von Frauen in Äthiopien

Frauen sind von der Armut Äthiopiens am stärksten betroffen. Wenn sie über Kilometer hinweg Holzbündel oder schwere Wasserkanister schleppen, tragen sie im wahrsten Sinne des Wortes die Hauptlast der Armut. Die vielen Aufgaben, die sie im Haushalt und in der Landwirtschaft erfüllen müssen, sowie althergebrachte Denkweisen und Traditionen verwehren ihnen den Zugang zu Schul- und Berufsbildung, aber auch zu Mitsprache und Selbstbestimmung.

Geburtenrate und Familienplanung
So stellt zum Beispiel die hohe Geburtenrate Familien vor große Herausforderungen, vor allem in Hinsicht auf die Versorgung aller Familienmitglieder. Für Frauen, die im Schnitt bei ihrer ersten Geburt 20 Jahre alt sind und insgesamt 5 Kinder zur Welt bringen , bedeuten die vielen Geburten eine besondere Belastung. Der Zugang zu Verhütungsmitteln sowie Informationsarbeit über Schwangerschaft und Geburt sind daher in vielerlei Hinsicht lebensrettend und wichtig für die Gleichstellung von Frauen, sollten sie doch selbstbestimmt über ihren Körper bestimmen können.

Bildungssituation von Frauen
Frauen und Mädchen haben vor allem in den ländlichen Regionen erschwert Zugang zu Bildung. Gründe dafür sind unter anderem die Aufgaben, die Frauen und Mädchen traditionell in Hausgemeinschaften zu erfüllen haben: Frauen und Mädchen sind vorrangig für die landwirtschaftlichen Aufgaben zuständig, für das Großziehen der Kinder und für die Versorgung mit Wasser. Frauen und Mädchen müssen pro Tag durchschnittlich 6 Kilometer für das Wasserholen zurücklegen. Zeit, die für Schule und Lernen fehlt.

Lesen Sie hier weitere interessante Fakten über die Lebenssituation von Frauen in Äthiopien:
Informationsblatt zur Situation von Frauen in Äthiopien als PDF downloaden

Für weitere Informationen wenden Sie sich einfach an:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Österreich
Martina Hollauf, E-Mail: m.hollauf@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-16
Mobil: +43 (0)664 184 33 22

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