Jahresbericht 2014 von Menschen für Menschen

29.000 Österreicher geben durch ihre Spende Menschen in Äthiopien eine Zukunftsperspektive – Studie zeigt die Wirksamkeit der „Hilfe zur Selbsthilfe“

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Wien, 30. Juli 2015 – Rund 3,7 Millionen Euro haben Österreicherinnen und Österreicher im Jahr 2014 der Hilfsorganisation Menschen für Menschen gespendet. Damit ermöglichen sie „Hilfe zur Selbsthilfe“ in einem der ärmsten Länder dieser Welt und geben abertausenden Menschen in Äthiopien eine Zukunftsperspektive in ihrer Heimat. Die langfristige Wirkung der Projektarbeit von Menschen für Menschen wird durch die unabhängige Evaluierung der Maßnahmen im Projektgebiet Abune Ginde Beret bestätigt.

 

Großzügige Unterstützung aus Österreich

29.167 Österreicherinnnen und Österreicher unterstützten im Jahr 2014 den Verein Menschen für Menschen mit ihrer Spende und ermöglichten damit „Hilfe zur Selbsthilfe“ in einem der ärmsten Länder dieser Welt. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht hervor, den die Hilfsorganisation nun veröffentlicht hat. An Spenden wurden 2014 rund 3,7 Millionen Euro gesammelt, dazu kommen Einnahmen aus Erbschaften, Sponsoringverträgen sowie Zinserträge. Für die Projektarbeit in Äthiopien wurden im Berichtsjahr 2014 rund 3,8 Millionen Euro aufgewandt.

 

Dokumentation der Projektarbeit

In der Projektarbeit liegt das Hauptaugenmerk auf der Umsetzung umfassender Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen in einer Region. All diese Bereiche stehen im täglichen Leben unmittelbar in Zusammenhang und werden dementsprechend auch in der Projektarbeit miteinander verbunden. Ziel ist es, ganze Regionen langfristig unabhängig von fremder Hilfe zu machen. Im Berichtsjahr 2014 wurden in den beiden durch österreichische Spenden und Fördermittel finanzierten Projektregionen Abune Ginde Beret und Ginde Beret beispielsweise folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Landwirtschaftliche Schulungen für 2.659 Teilnehmer
  • Terrassierungen mit einer Gesamtlänge von 799 Kilometern
  • Bau von 38 Brunnen und Quellfassungen
  • Fertigstellung von 7 Schulen
  • 1.157 Augenlicht rettende Operationen
  • Versorgung von über 200.000 Menschen mit antibiotischen Mitteln zur Bekämpfung der Augeninfektion Trachom
  • Kleinkreditprogramm für 695 Teilnehmerinnen

 

Evaluierung der Projektarbeit in Abune Ginde Beret

Im November 2014 wurden nach der ersten dreijährigen Projektphase die Maßnahmen in der Projektregion Abune Ginde Beret evaluiert. In der Region, die halb so groß ist wie Vorarlberg, leben rund 126.000 Menschen. Durchgeführt wurde die unabhängige Evaluierung von der Beratungsorganisation FAKT. Im Mittelpunkt stand dabei die Wirkung der Maßnahmen für die Menschen der Region. Bei der Untersuchung orientierte man sich an der Wirkungskette, bei der verfolgt wird, welche Mittel eingesetzt werden (Input), welche Leistung diese erbringen (Output), welche direkte Wirkung (Outcome) und welche langfristige Wirkung (Impact) erzielt werden konnte. Sowohl in der direkten als auch der langfristigen Wirkung wurde Menschen für Menschen dabei gute Arbeit bescheinigt.

 

Ergebnisse der Evaluierung

Das Ziel „die Lebensbedingungen der Menschen in Abune Ginde Beret“ zu verbessern wurde insofern erreicht, als Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft dazu beitragen, die Ernährung der Menschen zu sichern und das breiter gefächerte Nahrungsmittelangebot (durch die Einführung von neuem Gemüse, Obst und Getreide) außerdem zu einer verbesserten Gesundheit der Menschen beiträgt. In diesem Zusammenhang konnte ein weiterer Fortschritt erreicht werden: dass sauberes Wasser, getrennte Räumlichkeiten für Mensch und Tier und das Anlegen von Latrinen der Gesundheit zuträglich sind, ist der Bevölkerung nun weitgehend bewusst. Gemeinsam mit einer verbesserten Gesundheitsversorgung und Impfkampagnen trägt das zu einer allgemeinen Verbesserung der Gesundheit der Menschen in der Region bei. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist dafür eine wichtige Grundlage: Dieser konnte in den ersten drei Projektjahren bereits von 16 auf 28 % gesteigert werden.

Details zu Mittelherkunft und –verwendung und zur Evaluierung in Abune Ginde Beret sind dem aktuellen Jahresbericht zu entnehmen, der auch online einsehbar ist: www.mfm.at/jahresbericht

Bildmaterial:

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Bild: Menschen für Menschen

BU: Endlich wieder daheim: Begi Lata ist Vater von vier Kindern und lebt in Ginde Beret, Projektregion der Hilfsorganisation Menschen für Menschen. Vor acht Jahren mussten sie ihr Zuhause verlassen – das Land war unfruchtbar geworden. Dank Landwirtschaftskursen von Menschen für Menschen konnte die Familie zurückkehren und kann heute gut von ihrem Land leben. Hilfe zur Selbsthilfe hat der Familie eine Zukunftsperspektive in ihrer Heimat ermöglicht.

Kontakt:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Austria
Martina Hollauf, E-Mail: m.hollauf@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-16
Mobil: +43 (0)664 184 33 22

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