Dürre in Äthiopien: Menschen für Menschen leistet Hilfe in Höhe von 1,55 Millionen Euro

Für die Versorgung von 32.500 Menschen über vier Monate wendet Menschen für Menschen 1,55 Millionen Euro auf

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Wien, 9. Februar 2016 – Als eine der ersten Hilfsorganisationen hat Menschen für Menschen auf die drohende Hungerkatastrophe in Äthiopien reagiert. Bereits seit November 2015 leistet die Organisation Nahrungsmittelhilfe. Um die Versorgung von 32.500 Menschen zu gewährleisten, werden rund 1,55 Millionen Euro aufgewendet.

 

Internationale Gemeinschaft zur Hilfe aufgerufen

„Gemeinsam mit der äthiopischen Regierung und anderen NGOs können wir eine neuerliche Hungersnot in Äthiopien abwenden, wenn wir über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen“, erläutert Rupert Weber, geschäftsführender Vorstand von Menschen für Menschen in Österreich, die schwierige Lage. „Menschen für Menschen finanziert sich rein aus privaten Spenden. Kurzfristig konnten wir auf unsere Rücklagen zurückgreifen und auch dank der raschen Hilfe unserer Unterstützer schnell und unkompliziert auf die Notlage reagieren. Längerfristig wird es aber sehr schwierig werden die entsprechenden Mittel aufzubringen.“

 

Lage in Äthiopien spitzt sich zu

10,2 Millionen Menschen sind in dem ostafrikanischen Land aufgrund einer anhaltenden Dürre auf Lebensmittelhilfe angewiesen. 5,6 Millionen Menschen werden seitens der äthiopischen Regierung versorgt, zwei Millionen durch das Welternährungsprogramm sowie weitere 2,6 Millionen Menschen durch ein von NGOs getragenes gemeinsames Notfallprogramm (Joint Emergency Operation Project – JEOP).

Äthiopien selbst und die unterschiedlichen Partner sind auf die Situation zwar vorbereitet, aber die finanziellen Mittel sind begrenzt, auch bei der Äthiopienhilfe Menschen für Menschen, so Rupert Weber: „Die Mittel, die Menschen für Menschen für die Nothilfe einsetzt, müssen wir zusätzlich aus Privatspenden aufbringen. Als Organisation die in Äthiopien ganze Regionen entwickelt, haben wir uns der laufenden Arbeit in den Projektgebieten verpflichtet und haben damit auch eine Verantwortung gegenüber den Menschen dort. Um weiterhin Nothilfe leisten zu können bitten wir daher dringend um Spenden!“

Teilweise sind auch Projektregionen von Menschen für Menschen von der verheerenden Dürre betroffen. Bis jetzt ist aber keine Nothilfe seitens der Hilfsorganisation notwendig. „Sicherlich spielt da auch unser umfassender Ansatz eine Rolle, wodurch die Auswirkungen der Dürre abgefedert werden können“, so Rupert Weber.

 

Expertise vor Ort

Durch die langjährige Arbeit in Äthiopien konnte Menschen für Menschen rasch auf die Notsituation reagieren, erläutert Rupert Weber: „Dank der Expertise, die wir über die Jahre in Äthiopien aufgebaut haben und unsere erfahrenen Mitarbeiter vor Ort, konnten wir schon im November mit der Verteilung dringend benötigter Lebensmittel beginnen und unnötiges Leid verhindern.“ Über 700 Mitarbeiter sind in Äthiopien für Menschen für Menschen tätig, davon nur 5 Nicht-Äthiopier. Auch die Nothilfe wird durch die eigene Infrastruktur und von Mitarbeitern der Organisation umgesetzt. „So können wir garantieren, dass die Hilfe direkt bei den Menschen ankommt, die sie benötigen.“

 

Die Nothilfe von Menschen für Menschen

Seit November 2015 leistet die Hilfsorganisation Nahrungsmittelhilfe für mittlerweile 32.500 Menschen. Vorerst vier Monate lang verteilt Menschen für Menschen ein Nahrungsmittelpaket wie es vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen empfohlen wird: Jeder Mensch erhält monatlich 15 kg Getreide, 1,5 kg Hülsenfrüchte und 0,45 kg Speise öl. Schwangere Frauen, stillende Mütter und Kleinkinder bekommen außerdem ein vitamin- und nährstoffreiches Nahrungsergänzungsmittel. Die Kosten der Hilfsmaßnahmen über die Dauer von vier Monaten belaufen sich auf aktuell 1,55 Millionen Euro.

 

Für die Nothilfe von Menschen für Menschen spenden:

Spendenkonto IBAN: AT28 3200 0000 0022 2000
Online: www.mfm.at/spenden

 

Bildmaterial:

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Bildnachweis: Menschen für Menschen

BU: Seit November 2015 leistet Menschen für Menschen Nahrungsmittelhilfe für 32.500 Frauen, Männer und Kinder in der Region Agarfa in Äthiopien.

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Kontakt:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Austria
Martina Hollauf, E-Mail: m.hollauf@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-16
Mobil: +43 (0)664 184 33 22

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