Ein Abend der Menschlichkeit

Menschen für Menschen lud anlässlich des 90. Geburtstags von Gründer Karlheinz Böhm zum „Abend der Menschlichkeit“ ins Naturhistorische Museum.

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Bildnachweis: HAGENpress
 
Wien, 6.11.2018 – Die Besinnung auf Grundwerte der Menschlichkeit und der globalen Solidarität war das zentrale Motto der Veranstaltung, zu der die Organisation Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe am Montag in das Naturhistorische Museum lud. Doch was bedeutet „Menschlichkeit“ eigentlich? Dieser Frage näherte sich im Rahmen der Veranstaltung Claus Lamm. Er widmet sich an der Universität Wien der Erforschung von Empathie und Mitgefühl: „Wir werden stärker durch Personen, die uns nahe stehen, das ist eine Konsequenz der Evolution. Die Frage ist nur: Wie groß ist der Kreis, den wir um uns herum ziehen und wen lassen wir herein? Die Evolution hat uns auch hier viel mit auf den Weg gegeben. Zum Beispiel die Fähigkeit, uns um andere zu kümmern. Das ist das Fundament für Menschlichkeit.“ Selbstverständlich standen beim „Abend der Menschlichkeit“ auch die Menschen im Vordergrund, durch deren Einsatz die Arbeit von Menschen für Menschen in Äthiopien erst ermöglicht wird. Unter ihnen beispielsweise Peter Krasser, der sich mit seinem Verein „Schule Äthiopien“ seit über 17 Jahren für Bildung in Äthiopien einsetzt. Bereits fünf Schulen konnten durch sein Engagement errichtet werden – die sechste ist bereits in Planung. Unterstützt wird er dabei regelmäßig auch von bekannten Gesichtern, wie zum Beispiel von der Band OPUS, die auch beim „Abend der Menschlichkeit“ unter anderem ihren Welthit „Live is Life“ zum Besten gab.
 
Band Opus beim Auftritt im Naturhistorischen Museum beim Abend der Menschlichkeit
 

Ein „Mensch für Menschen“ seit 1981

Anlässlich des 90. Geburtstags von Gründer Karlheinz Böhm wurde auch der Bogen von der Gründungszeit der Organisation bis in die Gegenwart gespannt. Der äthiopische Landesrepräsentant von Menschen für Menschen, Berhanu Negussie erinnerte sich im Gespräch mit Moderatorin Ani Gülgün-Mayr an die Anfangstage der Organisation, als er Karlheinz Böhm im Dezember 1981 als Dolmetscher begleitete: „Vom ersten Moment an setzte sich Karl mit den Menschen zusammen und ließ zuerst sie zu Wort kommen. Gemeinsam mit ihnen wollte er herausfinden, wo ihre Probleme lagen und was sie selbst dazu beitragen können, um ihre Situation zu verbessern. Gegenseitiger Respekt und die Liebe zu den Menschen sind die Grundpfeiler auf denen Menschen für Menschen aufgebaut ist.“
 
Berhanu Negussie und Ani Gülgün-Mayr beim Abend der Menschlichkeit im Gespräch
 

Menschlichkeit und Solidarität

Berhanu Negussie begleitete Karlheinz Böhm damals ins Erer-Tal, dem allerersten Projekt der Organisation. Mittlerweile zeichnet Negussie für 21 Projektregionen verantwortlich, von denen neun bereits abgeschlossen sind: Hier hat sich Karlheinz Böhms Wunsch, eines Tages nicht mehr gebraucht zu werden, bereits erfüllt und die Maßnahmen von Menschen für Menschen werden von der Bevölkerung weitergetragen. Knapp 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bis auf vier Personen ausschließlich Äthiopierinnen und Äthiopier, setzen die Maßnahmen in den 12 laufenden Projektregionen Hand in Hand mit der Bevölkerung um.
 
Einen Einblick, wie die Arbeit in der Praxis aussieht, gaben beim „Abend der Menschlichkeit“ die Vorstände des österreichischen Vereins, Alexandra Bigl und Rupert Weber: „Uns ist es wichtig, regelmäßig selbst vor Ort zu sein. Einerseits, um über die Fortschritte im Projektgebiet berichten zu können und andererseits, um uns mit dem Team vor Ort austauschen zu können und Ideen einzubringen“, so Rupert Weber, der seit 2009 für den österreichischen Verein Menschen für Menschen tätig ist. „Als Menschen für Menschen stehen wir für Lösungen, die im Austausch mit allen Beteiligten und auf Augenhöhe gefunden werden. Wir stehen aber auch für eine Besinnung auf die Grundwerte der Menschlichkeit und Solidarität. Dies hat uns Karlheinz Böhm vorgelebt und wird von Menschen für Menschen weitergetragen.

 

Menschen für Menschen bedankt sich bei allen folgenden Sponsoren für die Unterstützung: Naturhistorisches Museum Wien, Trześniewski, Kamptal Klassik, HAGENpress und Bellaflora.

 

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Kontakt:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Österreich
Martina Hollauf, E-Mail: m.hollauf@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-16
Mobil: +43 (0)664 184 33 22

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