Dürre in Äthiopien: Menschen für Menschen verlängert Nothilfe

Rund 1,2 Millionen Euro an Hilfsgeldern sind notwendig, um die dringend benötigte Nahrungsmittelhilfe fortsetzen zu können.

Pressemitteilung als PDF downloaden Foto in Druckqualität downloaden

Wien, 7. April 2016 – Angesichts der anhaltenden Notsituation in Äthiopien verlängert Menschen für Menschen die seit November laufende Nahrungsmittelhilfe um weitere drei Monate. 32.500 Menschen werden weiterhin mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln versorgt. Rund 1,2 Millionen Euro muss die Hilfsorganisation für die Verlängerung des Nothilfeprogramms aufwenden. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die von Menschen für Menschen geleistete Nahrungsmittelhilfe auf rund 2,7 Millionen Euro – zusätzlich zur langfristigen Arbeit in den Projektregionen.

 

Direkte Hilfe durch private Spenden

Als eine der ersten Hilfsorganisationen hat Menschen für Menschen auf die drohende Hungerkatastrophe in Äthiopien reagiert. Bereits seit November 2015 leistet die Organisation Nahrungsmittelhilfe. Die Kosten für die ersten vier Monate dieser außerordentlichen Hilfe belaufen sich auf rund 1,55 Millionen Euro. Für die Fortsetzung werden nun weitere 1,2 Millionen Euro notwendig. „Menschen für Menschen finanziert sich rein aus privaten Spenden. Das bedeutet, dass wir für die Finanzierung der lebensnotwendigen Nahrungsmittelhilfe umso mehr auf die Unterstützung unserer Spender und Spenderinnen angewiesen sind“, so Rupert Weber, geschäftsführender Vorstand von Menschen für Menschen in Österreich. „Viele haben die überlebenswichtige Nahrungsmittelhilfe bereits unterstützt – dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.“

 

450.000 Kinder von Unterernährung betroffen

Die Zahl der Menschen die in dem ostafrikanischen Staat aufgrund der verheerenden Dürre auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind, wurde seit dem ersten Hilfeansuchen der Regierung im August des letzten Jahres immer wieder nach oben korrigiert. Nach offiziellen Angaben der Vereinten Nationen sind aktuell 10,2 Millionen Menschen aufgrund der anhaltenden Dürre auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Das Koordinationsbüro für humanitäre Hilfe (UN OCHA) rechnet jedoch damit, dass die Zahl der Bedürftigen weiter steigen wird. Denn schon jetzt seien 2,2 Millionen Kinder und Mütter von Mangelernährung betroffen und 450.000 Kinder benötigen Nahrungsergänzungsmittel. Weit mehr, als noch Anfang des Jahres angenommen.
(Quelle: Humanitarian Bulletin vom 14.03.2016: http://reliefweb.int/report/ethiopia/ethiopia-weekly-humanitarian-bulletin-14-march-2016)

 

Nutzung eigener Strukturen für Nothilfe

Menschen für Menschen ist seit 35 Jahren in Äthiopien aktiv und arbeitet an der langfristigen Entwicklung ganzer Regionen. Acht Projektregionen konnten bereits abgeschlossen und zur Gänze in die Verantwortung der Bevölkerung übergeben werden. Hier wird die Hilfe der Organisation nicht mehr benötigt. Über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Äthiopien für Menschen für Menschen tätig – davon lediglich fünf Nicht-Äthiopier. Die im Land aufgebaute Infrastruktur kommt nun auch im Rahmen der Nothilfe zum Einsatz: Menschen für Menschen setzt alle Schritte selbstständig und mit eigenen Mitarbeitern um: Vom Einkauf über die Lieferung bis hin zur Verteilung im Nothilfegebiet. Dadurch kann die Organisation gewährleisten, dass die Spenden aus Österreich direkt bei den Bedürftigen ankommen.

 

Spenden für die Nothilfe von Menschen für Menschen:

12,50 Euro versorgen einen Menschen, 50,– Euro eine ganze Familie ein Monat lang mit überlebenswichtigen Nahrungsmitteln.

Spendenkonto IBAN: AT28 3200 0000 0022 2000
Online: www.mfm.at/spenden

 

Bildmaterial:

Foto in Druckqualität downloaden

Bildnachweis: Menschen für Menschen

BU: Seit November 2015 leistet Menschen für Menschen Nahrungsmittelhilfe für 32.500 Frauen, Männer und Kinder in der Region Agarfa in Äthiopien.

pressemitteilung-mfm-aethiopien-duerre-nothilfe-MG_5925

 

Kontakt:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Austria
Martina Hollauf, E-Mail: m.hollauf@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-16
Mobil: +43 (0)664 184 33 22

Pressemitteilungen