35 Jahre Menschen für Menschen: Trotz Dürre – Eine bessere Welt ist möglich!

Engagement für die Menschen in Äthiopien ist niemals umsonst!

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Wien, 13.05.2016 – „Die Folgen der Dürrekatastrophe in Äthiopien allein dem Klimaphänomen El Niño zuzuschreiben ist zu kurz gedacht“, so Rupert Weber, geschäftsführender Vorstand der Hilfsorganisation Menschen für Menschen. „Der überwiegende Großteil der Menschen in Äthiopien lebt als Kleinstbauern vom Ertrag der oft viel zu kleinen Felder. Veraltete Anbaumethoden, keine Möglichkeit zur Bewässerung und erodierte Böden führen in der Regel dazu, dass der Ertrag kaum für die Familie reicht. Geschweige denn, dass die Menschen Reserven anlegen können. Fallen dann noch die wichtigen Regenzeiten aus, ist eine Katastrophe im Grunde vorprogrammiert.“

Über 10 Millionen Menschen sind aktuell in dem ostafrikanischen Land auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Auch Menschen für Menschen leistet seit November des letzten Jahres Nothilfe in der Region Agarfa. Diese wurde erst kürzlich verlängert, um den Menschen bis zur nächsten Ernte zu helfen. Dank der Nothilfemaßnahmen konnte es bisher auch vermieden werden, dass die Familien ihre Dörfer verlassen müssen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die von Menschen für Menschen geleistete Nahrungsmittelhilfe auf rund 2,7 Millionen Euro – zusätzlich zur langfristigen Arbeit in den Projektregionen.

 

Was bringt Entwicklungszusammenarbeit?

„Viele Menschen fragen uns angesichts der Dürrekatastrophe, was denn Entwicklungszusammenarbeit überhaupt bringt“, erläutert Rupert Weber die aktuelle Herausforderung. „Dem kann ich nur entgegnen: Sehr viel, wie sich anhand der Erfolge in den Projektregionen belegen lässt. Durch den langfristigen Ansatz von Menschen für Menschen und die gebündelten Maßnahmen werden die Regionen unabhängig von fremder Hilfe und die Bevölkerung arbeitet selbstständig an der Entwicklung ihrer Heimat weiter.“

Diesen Erfolg lässt Menschen für Menschen auch regelmäßig von unabhängiger Stelle untersuchen. Zuletzt erfolgte eine Evaluierung der Wirkung der Arbeit im ehemaligen Projektgebiet Merhabete – fünf Jahre nach Abschluss sämtlicher Maßnahmen. In der Region, die etwa halb so groß ist wie Vorarlberg, leben rund 133.000 Menschen. Durchgeführt wurde die Analyse von der Beratungsorganisation FAKT, die zum Schluss kam, dass „die Entwicklungszusammenarbeit von Menschen für Menschen, bei der die Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt steht, effektiv ist und die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig verbessert.“ Details dazu finden sich auch auf der Website der Organisation unter www.mfm.at/transparenz

„Ergebnisse wie diese, aber auch die Erfahrung vor Ort zeigen uns deutlich, dass unsere Hilfe ankommt und das Engagement für die Menschen in Äthiopien niemals umsonst ist. Sie brauchen oft nur eine kleine Starthilfe, um maßgebliche Veränderung anzustoßen. Das möchte ich jedem auf den Weg geben, der benachteiligten Menschen helfen möchte“, appelliert Rupert Weber an jene die mithelfen wollen, die Welt ein Stück zum Besseren zu verändern.

 

Kontakt:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Austria
Martina Hollauf, E-Mail: m.hollauf@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-16
Mobil: +43 (0)664 184 33 22

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