Äthiopisches Essen – Impressionen

 

Almaz Böhm über die äthiopische Küche

Auszug aus dem Buch: „Kein Weg zu weit – Mein Leben zwischen Afrika und Europa“

In Äthiopien wird nach Gefühl gekocht. Die Rezepte werden von Generation zu Generation mündlich überliefert. So habe auch ich von meiner Großmutter das Kochen gelernt. Jede Zubereitung wird aber von Frau zu Frau individuell variiert.

Unser Grundnahrungsmittel ist das Injera, ein saurer Fladenbrotteig, hergestellt aus dem fast ausschließlich in Äthiopien vorkommenden Getreide Teff. In den Regionen, wo er aus klimatischen Gründen nicht angebaut werden kann, verwenden wir Mischungen aus Teff- und Hirse- oder Teff- und Maismehl. Injera wird in der Regel für mehrere Tage vorbereitet und in einem großen Korb (Mesob) aufbewahrt. Dazu werden Eintöpfe, sogenannte Wot, serviert, die es in verschiedenen Ausführungen sowohl vegetarisch als auch mit Fleisch gibt.

Die äthiopisch-orthodoxe Kirche verlangt, wie die meisten orthodoxen Kirchen, von ihren Gläubigen, mittwochs und freitags auf den Genuss von Fleisch und Milchprodukten zu verzichten. An den fastenfreien Tagen des Jahres dagegen lieben wir Fleisch, essen es auch in roher Form. Gegessen wird gemeinsam von einer großen, runden Blechplatte, die mit Injera ausgelegt ist und auf das aus kleinen Schälchen die verschiedenen Wots gegeben werden. Wir essen nicht mit Messer und Gabel, sondern mit der rechten Hand. Man reißt einfach kleine Teile des Injerafladens ab, greift damit ein Stück der Fleisch- oder Gemüsebeilage und führt es zum Mund. Als besonders höflich gilt es, den anderen an der Mahlzeit Teilnehmenden eine Portion direkt in den Mund zu stecken (Gursha). Generell ist das äthiopische Essen sehr scharf.

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