Sauberes Wasser verändert Leben

„Unser Wasser schöpfe ich zweimal am Tag aus diesem Tümpel. Oft ist es sehr trüb und voll mit Ungeziefer. Es dauert sehr lange, bis der Kanister voll ist. Alle aus meinem Dorf holen hier ihr Wasser, denn wir haben keine andere Möglichkeit“, erzählt die 15-jährige Marta bei unserem Besuch in der jüngsten Menschen für MenschenProjektregion Jeldu. Daher bildet sich oft eine lange Schlange an der Wasserstelle und es dauert bis Marta an die Reihe kommt.

Äthiopische Frau schöpft Wasser aus einer Pfütze
Das Trinkwasser für die Familien wird aus stark verschmutzten Rinnsalen geschöpft.

 

Wie viele Mädchen und Frauen in Äthiopien, holt Marta täglich Wasser für ihre Familie. Für den Weg zur Wasserstelle und zurück benötigt sie zwei Stunden – wertvolle Zeit, in der das Mädchen nicht zur Schule gehen oder lernen kann. Das Trinkwasser wird aus schmutzigen Rinnsalen geschöpft. Kühe und Ziegen trinken ebenfalls daraus und verrichten an derselben Stelle ihre Notdurft.

 

Äthiopischer Mann kniet neben einer Wasserstelle
Bezirkshauptmann Gedefa schildert die katastrophale Wassersituation in Felo.

 

Bezirkshauptmann Gedefa beschreibt die unerträgliche Situation für die Menschen im Bezirk Felo. Für 6.000 EinwohnerInnen gibt es hier nur eine einzige gefasste Wasserstelle. Ein katastrophaler Zustand: Viele DorbewohnerInnen sind von Durchfall betroffen. Besonders für Kleinkinder und ältere Menschen kann dies fatale Folgen haben. Leider ist die Situtation in Felo kein Einzelfall: Jeder zweite Mensch im ländlichen Äthiopien hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

 

Äthiopisches Mädchen pumpt Wasser aus einer befestigten Quelle
Durch den Bau von Brunnen und Quellfassungen schaffen wir Zugang zu sauberem Trinkwasser.

 

Um die Lebensqualität von Kindern wie Marta zu verbessern, führt Menschen für Menschen verschiedenste Maßnahmen durch, die Zugang zu sauberem, gesundem Trinkwasser schaffen.

„Wir haben das Wissen und stellen die Materialien zur Verfügung, die Dorfbevölkerung steuert ihre Arbeitskraft bei“, fasst Mesele, der in zwei Projektregionen für den Bau von Brunnen und Quellfassungen verantwortlich ist, die Arbeitsweise von Menschen für Menschen zusammen. Beim Aushub des Brunnenschachts wechseln sich die Dorfbewohner ab. Meist ist es notwendig, mehrere Meter tief zu graben. Eine sehr anstrengende Tätigkeit für alle, bei der Sand und Stein in Kübeln an die Oberfläche geschafft werden. Anschließend werden die Brunnenringe vor Ort gegossen und eingesetzt.

 

Äthiopische Männer beim Bau einer Wasserstelle
Vor Ort werden die Brunnenringe gegossen. Die Dorfbewohner helfen tatkräftig mit.

 

Ist der Brunnen fertiggestellt, kümmert sich ein Wasserkomitee um Instandhaltung und Pflege des Brunnens. Das Wasserkomitee setzt sich aus Mitgliedern der Dorfgemeinschaft zusammen und wird von den MitarbeiterInnen von Menschen für Menschen geschult. So bleibt Wissen und Know-how im Dorf erhalten und die Gemeinschaft ist unabhängig von fremder Hilfe.

Helfen Sie mit und schenken Sie Kindern wie Marta sauberes Wasser!

Sauberes Trinkwasser

Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser hat weitreichende Auswirkungen auf Gesundheit, Ernährung und Bildung der Menschen. Mit nur 10 Euro sichern Sie einem Menschen langfristig den Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Ich will spenden!