Rupert Weber – Bericht aus den Projektregionen

Rupert Weber, Vorstandsvorsitzender von Menschen für Menschen berichtet aus den Projektregionen

Vergangene Woche besichtigte ich mit meinen äthiopischen Kolleginnen und Kollegen die Projekte in den Regionen Jeldu, Abune Ginde Beret und Ginde Beret.
Gemeinsam konnten wir uns von vielen Fortschritten überzeugen und die Herausforderungen diskutieren, die den Menschen, die hier leben, und den Projektmitarbeitern in diesen entlegenen Regionen begegnen.

Im neuen Projektgebiet Jeldu wurden bereits erste wichtige Schritte gesetzt. Projektleiter Abayneh Mekonnen zeigt uns hier die Erdwälle, die die Bauern als allererste Maßnahmen auf den Feldern angelegt haben. Diese Erdwälle werden bepflanzt. So entstehen Terrassen, die verhindern, dass der fruchtbare Boden mit jedem Regenfall weiter abgeschwemmt wird.

In Jeldu haben wir Toleshi Uma und ihre Familie besucht. Sie sind eine der ersten Familien, die die Chance nutzen wollen, mit dem lokalen Team von Menschen für Menschen neue Wege zu gehen, um ihre Lebenssituation dauerhaft zu verbessern. Toleshi und ihr Mann sind stolz darauf, zu den ersten Pionierinnen und Pionieren in Jeldu zu gehören.

Große Aufregung herrscht immer, wenn wir Schulen besuchen, wie hier die Bake Kelate Higher Primary School. Die Schülerinnen und Schüler erzählen uns, dass sie sehr froh sind, jetzt in einem Klassenzimmer unterrichtet zu werden, in das viel Tageslicht und Frischluft kommt, sie aber auch vor Regen und Wind schützt. Und das einen betonierten Boden hat – denn in der alten Schule mit staubigem Lehmboden wurden sie oft von Erdflöhen geplagt.

Ein wichtiger Bereich der Arbeit von Menschen für Menschen ist es auch, den Dorfbewohnerinnen und -bewohnern den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Bayise und Burtuke müssen einen Fußmarsch von einem Kilometer in einem hügeligen Gebiet, das vor allem bei Regen schwer zu begehen ist, bis zur Wasserquelle zurücklegen. Noch ist sie ungeschützt und der Anblick des schlammigen Wassers lässt einen erschaudern, aber schon im Oktober, nach der Regenzeit, können wir mit dem Bau einer geschützten Quellfassung beginnen, die ihnen und ihren Familien in Zukunft sauberes Wasser bringt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kurzen Einblick in die Arbeit vor Ort geben. Viele Herausforderungen warten insbesondere in Jeldu auf uns. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass große Veränderungen manchmal sehr rasch kommen. Oft reicht nur ein kleiner Anstoß, um sie loszutreten. Ich freue mich schon, wenn ich Ihnen von diesen Veränderungen berichten kann!

Gemeinsam können wir die Lebenssituation der Menschen in unseren Projektregionen nachhaltig verbessern. Bitte helfen Sie mit!

 

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