Biorama – „Wenn die Landschaft verschwindet“

Ein Bericht von Thomas Stollenwerk

Weltweit sind Flächen von Erosion bedroht. Im äthiopischen Hochland zeigt sich die Verwüstung besonders gut.

In den Great Plains, den großen Ebenen der USA, spielte sich in den 1930er-Jahren eine Katastrophe ab, bei der sich mancher Augenzeuge sicher war, sie habe biblisches Ausmaß. In den Bundesstaaten Oklahoma, Kansas, Texas, New Mexico und Colorado kam es damals über Jahre hinweg zu verheerenden Sandstürmen. Bis heute gibt es verschiedene Namen für diese Katastrophe: Dust Bowl, also Staubschüssel, oder schlicht: The Dirty Thirties, die schmutzigen Dreißiger. Der Staub, der Bauern um ihre Existenz brachte und innerhalb der USA größere Migrationsströme verursachte, war nicht göttlichen Ursprungs oder purer Zufall. Die Stürme waren eine Umweltkatastrophe mit menschlichem Zutun. Über Jahre hinweg war auf gigantischen Flächen das Präriegras mit seinem tiefen Wurzelwerk gerodet worden, um Flächen für den Weizenanbau zu gewinnen. Die traditionelle, nomadische Form der Viehhaltung, wie sie die indianischen Bewohner der Great Plains betrieben hatten, war aufgegeben worden, die Bisonbestände arg dezimiert. Als es dann in den Jahren 1935 bis 1938 zu einer langen Dürre kam, löste sich das Land förmlich in Staub auf. Erosion nennt man es, wenn das Land verschwindet.
Dagegen kann man etwas tun. Die Folgen von Erosion und was man gegen sie unternehmen kann, lassen sich auch im Hochland Äthiopiens beobachten. Dort steht …

Den gesamten Artikel aus dem Biorama Magazin können Sie hier nachlesen:

Biorama, April/Mai 2017 - Wenn die Landschaft verschwindet
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