Eine Krankheit zum Vergessen

Alandu Birmachu ist Mutter von sieben Kindern und schon seit vielen Jahren Witwe. Über die Jahre hat ihre Sehkraft nachgelassen – bis sie schließlich auf beiden Augen erblindete. Im ländlichen Äthiopien ein besonders harter Schicksalsschlag, denn die Menschen sind gänzlich auf  fremde Hilfe angewiesen.

Alandu litt unter Grauem Star (Katarakt),  einer Eintrübung der Linse die nur durch  eine Operation behoben werden kann. Dabei  wird die trübe Linse durch eine künstliche  ersetzt, wodurch der Patient wieder sehen  kann. Katarakt-Operationen können nur von  einem qualifizierten Augenarzt durchgeführt  werden. Hierzu arbeitet Menschen für Menschen  mit dem ALERT Hospital in Addis Abeba  zusammen. Ärzte kommen regelmäßig in  die abgelegenen Projektregionen, um die notwendigen  Operationen durchzuführen.

 

Operationen retten Augenlicht

Im Gegensatz zu Katarakt-Operationen können Trichiasis-Operationen schnell und einfach von gut geschultem Gesundheitspersonal durchgeführt werden. Trichiasis ist das letzte Stadium einer chronischen Trachom-Erkrankung. Die heimtückische Entzündung der Bindehaut führt dazu, dass sich das Augenlid nach innen dreht und die Wimpern auf der Hornhaut kratzen. Oft reißen sich die Betroffenen die Wimpern auch aus, um ein wenig Erleichterung zu verspüren. Wenn sie jedoch nachwachsen, wird es oft noch schlimmer. Wird in diesem Stadium nichts unternommen, folgt unweigerlich eine schmerzhafte, unheilbare Erblindung.

 

Großaktion zur sicheren Vorsorge

Damit es erst gar nicht so weit kommt, setzt Menschen für Menschen den sogenannten S.A.F.E.-Ansatz um. Zusätzlich zu notwendigen Operationen (S=Surgery) wird einmal jährlich in einer Großaktion die Bevölkerung mit antibiotischen Mitteln versorgt (A=Antibiotics). Zur langfristigen Bekämpfung ist es aber auch wichtig, die Menschen über Hygienemaßnahmen  aufzuklären (F=Facial Cleanliness) sowie die Versorgung mit sauberem Wasser auszubauen (E=Environmental Improvement).  Rund die Hälfte der unter Neunjährigen war zu Beginn der Arbeit in Ginde Beret und Abune Ginde Beret von Trachom  betroffen. Durch den S.A.F.E.-Ansatz soll die Krankheit hier ausgerottet werden. Die Großaktion gegen Trachom befindet sich mittlerweile schon im fünften Jahr. Den Erfolg sieht man bereits: Immer weniger Schulkinder haben entzündete Augen und die Zahl der  Operationen geht zurück. Eine Evaluierung wird im kommenden Jahr stattfinden. Sie soll zeigen, ob Trachom erfolgreich zurückgedrängt  wurde.

Wenn das Programm erfolgreich war, dann können sich Alandus Enkelkinder nicht mehr an die Schrecken einer Trachom-Erkrankung erinnern. 21 Enkel hat Alandu, von denen sie vier noch nie in ihrem Leben gesehen hat, im wortwörtlichen Sinne. Erst durch die Katarakt-Operation kann sie endlich einen Blick auf ihre Enkelkinder werfen. Als sie nach der Operation in den Kreis ihrer Familie zurückkehrt, ist sie außer sich vor Freude, als sie zum ersten Mal ihren jüngsten Enkel zu Gesicht bekommt: „Er sieht gar nicht so aus, wie er sich anfühlt“, lacht die Großmutter. Zuhause inspiziert Alandu auch gleich den neuen, energiesparenden Ofen ihrer Schwiegertochter, den diese von Menschen für Menschen erhalten hat. „So einen Ofen möchte  ich auch. Jetzt kann ich auch wieder selbst für meine Familie kochen“, freut sich Alandu über die wiedergewonnene Selbstständigkeit.

 

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie Menschen wie Alandu wieder sehen zu können und ein schmerzfreies Leben zu führen. Helfen Sie mit:

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Augenlicht rettende Operation

Erlösen Sie mit dieser Operation im Wert von 10 Euro einen Menschen von schrecklichen Schmerzen und retten Sie sein Augenlicht.

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