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Sonnenuntergang in Äthiopien

vor Ort

Zur aktuellen Lage in Äthiopien

Zur Lage in Äthiopien (Stand: 11.2021)

Derzeit wird verstärkt über den Konflikt und die militärischen Auseinandersetzungen im Norden Äthiopiens berichtet, die sich mittlerweile auf andere Landesteile ausgeweitet haben. Unterschiedliche Szenarien und Befürchtungen stehen im Raum. Die Situation ändert sich täglich und die weitere Entwicklung ist zurzeit nicht absehbar. Das Team von Menschen für Menschen in Österreich steht selbstverständlich im regelmäßigen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen im Projektkoordinierungsbüro in Addis Abeba.

Wie ist die Lage in den Projektgebieten von Menschen für Menschen?

Menschen für Menschen ist aktuell in keinen Projektregionen tätig, die sich in den betroffenen Gebieten befinden. In wenigen unserer Projektregionen in der Region Oromia kommt es aber gegenwärtig durch die Aktivitäten von aufständischen Gruppen zu einer angespannten Sicherheitssituation. Je nach Erfordernis haben wir in diesen Gebieten unsere Arbeit zum Schutz unserer MitarbeiterInnen eingeschränkt und es ist mit Verzögerungen zu rechnen. In den zwei Projektregionen Wore Illu sowie Legehida, die von der deutschen Stiftung betrieben werden, wurde als Vorsichtsmaßnahme die Arbeit temporär ausgesetzt. Mittelfristig gehen wir jedoch davon aus, dass wir unsere Aktivitäten wieder ohne Einschränkungen aufnehmen und weiterführen können.

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Wie hilft Menschen für Menschen den vom Konflikt Betroffenen?

  • Menschen für Menschen arbeitet an der Umsetzung einer Nothilfe in der Region Tigray. Um sicherzustellen, dass die Hilfsgüter auch tatsächlich bei den Menschen ankommen, die sie am dringendsten brauchen, plant unser Team in Äthiopien Einkauf und Verteilung selbst zu übernehmen. Die größte Herausforderung besteht momentan jedoch darin, die Menschen mit den Hilfsgütern zu erreichen. Wir hoffen, dass sich die Sicherheitslage zeitnah ändert und uns der Zugang zu den notleidenden Menschen möglich wird.
  • Menschen für Menschen hat Ende September Soforthilfe für 6.200 geflüchtete Menschen geleistet, die behelfsmäßig in Schulen in der Region Amhara (südlich von Tigray) untergebracht waren. Menschen für Menschen stellte für die Geflüchteten in einem ersten Schritt Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Matratzen zur Verfügung. Zusätzlich bereiten wir weitere Nothilfe-Maßnahmen vor. Diese sind abhängig von der weiteren Entwicklung der Lage vor Ort.

Bitte unterstütze auch du die dringend benötigte Nothilfe!

Seit 1981 immer für die Menschen

Menschen für Menschen arbeitet seit 40 Jahren in Äthiopien als ethnisch, religiös und politisch neutrale Organisation. Wir haben in diesen vierzig Jahren immer wieder unruhige Zeiten miterlebt und uns weiterhin für die Menschen engagiert. Denn gerade in schwierigen Zeiten wird unsere Hilfe umso dringender benötigt und wir müssen besonders füreinander da sein. Als Menschen für Menschen.

Hintergrundinformationen:

Da die Auseinandersetzung zwischen der nationalen Regierung und der in der nördlichen Region Tigray herrschenden TPLF (Tigray People's Liberation Front) weiterhin anhält und sich auf andere Landesteile ausweitet, möchten wir gerne einen kurzen Überblick über die Hintergründe und Entwicklungen der Ereignisse geben:

  • Nachdem der frühere äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalegn aufgrund zunehmender Unruhen 2018 zurückgetreten war, wurde Dr. Abiy Ahmed zum Partei-Vorsitzenden der „Oromo People's Democratic Organization (OPDO)“ und kurz darauf auch zum Vorsitzenden der Regierungskoalition „Ethiopian People's Revolutionary Democratic Front (EPRDF)“ sowie zum äthiopischen Ministerpräsidenten gewählt. Seitdem gibt es - neben Unruhen in anderen Landesteilen - auch immer wieder Spannungen zwischen der föderalen Regierung und der TPLF, die bis dahin die dominierende Partei in der Regierungskoalition war.
  • Als die eigentlich für August 2020 angesetzten Bundeswahlen bis voraussichtlich Juni/Juli 2021 aufgrund der Coronapandemie verschoben wurden, führte Tigray im September eigene regionale Wahlen durch. Das hat die Spannungen weiter verschärft.
  • Anfang November 2020 ist der Konflikt militärisch eskaliert. Bewaffnete und militärisch ausgebildete TPLF Einheiten, griffen einen Stützpunkt der äthiopischen Streitkräfte in Tigray an. Die äthiopische Regierung begann daraufhin eine Militäraktion gegen die TPLF.
  • Der Konflikt hält jedoch bis heute an und breitete sich zuletzt auf Nachbarregionen Tigrays aus. Die Informationslage über die tatsächliche Situation in Tigray ist dünn, teilweise widersprüchlich und es häufen sich leider auch Meldungen über Menschenrechtsverletzungen und viele zivile Opfer.
  • Der Konflikt in Tigray hat starke Fluchtbewegungen zur Folge. So befinden sich nach Angaben des UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) bisher zumindest eine Million Menschen aufgrund des Konflikts auf der Flucht.
  • Besonders die humanitäre Lage in der Region verschlimmert sich zusehends. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen leiden rund 5,5 Mio. Menschen unter extremer Nahrungsmittelknappheit und 350.000 Menschen drohen zu verhungern. Rund 10.000 Kinder sind akut vom Hungertod bedroht.
  • Die Lage nach wie vor unübersichtlich und kann sich schnell ändern. Aktuelle Zahlen und Hintergründe finden sich hier.

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