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Frau und Esel in Äthiopien

vor Ort

Zur aktuellen Lage in Äthiopien

Zur aktuellen Lage in Äthiopien (Stand: 26.11.2020)

Das Menschen für Menschen Team verfolgt die Nachrichten aus Äthiopien laufend, wonach sich der Konflikt zwischen Regierungseinheiten und Oppositionsgruppen im Norden des Landes weiter verstärkt.
  
Wir blicken sorgenvoll nach Äthiopien und stehen im ständigen Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen, um über die aktuellen Entwicklungen bestmöglich informiert zu sein. Wir hoffen, dass sich die Lage beruhigt und die Konflikte schnellstmöglich beigelegt werden.

Unsere Arbeit läuft weiter

Die Auseinandersetzungen haben bislang keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Arbeit von Menschen für Menschen. Aktuell haben wir keine Projektgebiete in der Region Tigray bzw. sind die Projektregionen in anderen Landesteilen nicht betroffen.

Unsere Arbeit läuft unter großem Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen weiter. Sie sind in den vergangenen Monaten aufgrund der Coronapandemie und ihrer Auswirkungen besonders gefordert.
  
Menschen für Menschen arbeitet seit fast 40 Jahren in Äthiopien als ethnisch, religiös und politisch neutrale Organisation. Wir haben immer wieder unruhige Zeiten miterlebt und uns weiterhin für die Menschen engagiert. Denn gerade in schwierigen Zeiten wird unsere Hilfe umso dringender benötigt und wir müssen besonders füreinander da sein. Als Menschen für Menschen.

Hintergrundinformationen 

Da es zu Auseinandersetzung zwischen der nationalen Regierung und der in der nördlichen Region Tigray herrschenden TPLF (Tigray People's Liberation Front) kam, möchten wir gerne einen kurzen Überblick über die Hintergründe der aktuellen Ereignisse geben:

  • Nachdem der frühere äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalegn aufgrund zunehmender Unruhen 2018 zurückgetreten war, wurde Dr. Abiy Ahmed zum Partei-Vorsitzenden der „Oromo People's Democratic Organization (OPDO)“ und kurz darauf auch zum Vorsitzenden der Regierungskoalition „Ethiopian People's Revolutionary Democratic Front (EPRDF)“ sowie zum äthiopischen Ministerpräsidenten gewählt. Seitdem gibt es - neben Unruhen in anderen Landesteilen des Vielvölkerstaates - auch immer wieder Spannungen zwischen der föderalen Regierung und der TPLF, die bis dahin fast zwei Jahrzehnte lang die dominierende Partei in der Regierungskoalition war.
  • Als die eigentlich für August 2020 angesetzten Bundeswahlen bis voraussichtlich Juni/Juli 2021 auf Grund der Coronapandemie verschoben wurden, führte Tigray im September eigene regionale Wahlen durch. Das hat die Spannungen weiter verschärft.
  • Anfang November ist der Konflikt leider weiter eskaliert: Seit dem 4. November führt die äthiopische Regierung Militäraktionen gegen die TPLF durch, die jedoch ebenfalls über bewaffnete und militärisch ausgebildete Kräfte verfügt. Nach eigenen Angaben ist es das Ziel der Regierung, die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen. Für die Region Tigray wurde einsechsmonatiger Ausnahmezustand ausgerufen. Ethiopian Airlines hat Flugverbindungen von Addis Abeba nach Mekelle, Shire und Axum bis auf weiteres gestrichen. Das Internet und andere Kommunikationsstränge in die Region wurden unterbrochen. Die Situation für die Menschen in der Region, die Großteils als Kleinstbauern leben, ist angesichts der Auseinandersetzungen besonders prekär.
  • Angaben des UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) zufolge sind bisher mehr als 40.000 Menschen aus der Region in den angrenzenden Sudan geflohen.
  • Der Konflikt ist in Äthiopien momentan auf die nördliche Provinz Tigray beschränkt und hat aktuell nicht auf andere Regionen des Landes übergegriffen. Wir beobachten die Entwicklung genau und stehen im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Hilf uns dabei weiterhin zu helfen - als Mensch für Menschen.

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Menschen für Menschen

E-Mail: menschen@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950

Cover des Nagaya Magazins 4 2020

Ausgabe 4/2020

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Zwei Mädchen tragen eine Kiste mit Baumsetzlingen.

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