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Äthiopische Landschaft Wogdi

Aktuelles

Aufforstungsprojekt in Wogdi
Entwicklung, Klimaschutz und Biodiversität

Die Heinz Sielmann Stiftung und die deutsche Stiftung Menschen für Menschen setzen gemeinsam ein integriertes Aufforstungsprojekt in der Region Wogdi um. Das Projekt soll, beispielhaft zeigen, wie es gelingen kann, Waldaufwuchs und Biodiversität zu steigern und gleichzeitig eine wirtschaftliche Perspektive für die Menschen zu schaffen.
Dichter Waldaufwuchs nach drei Jahren
Im Rahmen des Wiederbewaldungsprojekts der Heinz Sielmann Stiftung und der deutschen Stiftung Menschen für Menschen wurden 240 Hektar Land in einem Zeitraum von drei Jahren teils bepflanzt, teils sich selbst überlassen. Nach drei Jahren gibt es nun einen dichten Waldaufwuchs, der Grundwasserspiegel und die Humusschicht haben sich erholt, seltene Vogelarten sind zurückgekehrt.

Dr. Ermias Lulekal, Professor of Ethnobotany an der Addis Ababa University weist im Rahmen seiner Studie darauf hin, dass für den Erfolg eines solchen Projekts die Einbeziehung der lokalen Gemeinschaft vor Ort von entscheidender Bedeutung ist. 3.800 Einwohner:innen einschließlich der Regierungsvertreter:innen in der Wogdi-Region haben an der Planung der Aufforstung und der begleitenden Maßnahmen mitgewirkt. In dem geschlossenen Waldgebiet wurde weder Holz geschlagen noch durften dort Tiere weiden.
Äthiopische Landschaft Wogdi
Äthiopische Landschaft Wogdi
Das Aufforstungsgebiet im Jahre 2018 und 2021: 240 Hektar Land wurden geschützt und teils bepflanzt. Dadurch erhöhte sich zum Beispiel die Artenvielfalt mit bis zu acht Mal mehr identifizierten Tierarten gegenüber Vergleichsflächen.

Produktivität und Biodiversität

Die beiden Stiftungen betreiben das gemeinsame Projekt seit 2017 im Sinne der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Die positiven Ergebnisse sprechen für eine Skalierung, Flächen sind ausreichend vorhanden. Höhere Produktivität und Vielfalt haben die Ernährungssicherheit gesteigert. Die jährlichen Einkommen aus landwirtschaftlicher Produktion stiegen um das drei- bis sechsfache, die Gesundheit der Menschen verbesserte sich durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zugleich erhöhte sich in der Region die Artenvielfalt mit bis zu acht Mal mehr identifizierten Tierarten gegenüber Vergleichsflächen außerhalb des Projektgebiets. Nicht zuletzt wurde mit dem Waldgebiet eine nennenswerte CO2-Senke geschaffen.

Wald sichert Einkommen

Gleichzeitig sicherte Nutzholzanbau rund um die Häuser der Bäuerinnen und Bauern den Zugang zu Feuerholz und effizientere Öfen verringern den Holzbedarf. Zudem wurden in den vergangenen drei Jahren sichere Zugänge zu sauberem Wasser geschaffen und agroforstwirtschaftliche Techniken für die Nahrungsproduktion in den Nutzgärten der Bäuerinnen und Bauern eingeführt. Imkerei und Hühnerhaltung sorgten außerdem für zusätzliche Einkommen. “Wenn der Wald den Menschen ihr Einkommen sichert, ist die Motivation hoch, ihn zu schützen“, sagt Michael Beier, Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung. „Der Wald wird zum Beispiel durch die Bienenzucht ein Vermögenswert. Damit steigt das Eigeninteresse vor Ort, den Wald zu erhalten und zu pflegen. Armutsbekämpfung und Klima- und Artenschutz gehen so Hand in Hand.”
Mehr über unsere Maßnahmen zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt erfährst du hier.
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