Unabhängige Prüfungen und deren Ergebnisse

Der wichtige Blick von außen

Studie beweist Nachhaltigkeit:

5 Jahre nach Abschluss des Projektgebietes Derra hält die Wirkung der Arbeit von Menschen für Menschen weiterhin an!

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Wirtschaftsuniversität Wien und des Beratungsunternehmens FAKT. Im Detail zeigt die Untersuchung, dass die Maßnahmen von Menschen für Menschen dazu beigetragen haben, positive und anhaltende Entwicklungen anzustoßen, die auch fünf Jahre nach Abschluss fortbestehen und sich weiterentwickeln. Vor allem die Ernährungssituation, die Wasser- und Gesundheitsversorgung sowie die Schulbildung konnten nachhaltig verbessert werden.
Mikrokredite haben das Einkommen und die soziale Stellung der Frauen nachhaltig gesteigert. Die Familien profitieren bis heute von besserer Ernährung, besseren Lebensbedingungen sowie einem leichteren Zugang zu Bildung und der Schaffung von Arbeitsplätzen.

Das NPO & SE Kompetenzzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien führte im Herbst 2015 eine Studie zum „Social Return On Investment“ des Frauenprogrammes von Menschen für Menschen durch. Die Ergebnisse liegen nun vor und belegen die gesellschaftliche Wirkung in eindrücklicher Weise:

Jeder Spenden-Euro, der in die untersuchten Frauenprojekte investiert wurde, bringt das rund 27-fache an Wert für die Gesellschaft.

„Der Wert ist ausgesprochen hoch“, so die Studienleiterin des NPO & SE Kompetenzzentrums der WU Wien Olivia Rauscher. „Die Studie zeigt ganz deutlich, welch hohe positive Wirkungen durch das Frauenprogramm von Menschen für Menschen in dieser Region erzielt wurden. Nicht nur für die Frauen selbst, sondern für die gesamte Gesellschaft vor Ort.“

Jeder Euro der in das Frauenprogramm von Menschen für Menschen geflossen ist, bringt der Gesellschaft einen Social Return on Investment im Wert von 26,60 Euro. Das bedeutet: Ein Spenden-Euro an Menschen für Menschen ist 26,60 Euro wert.

Zur Pressemitteilung >>

Mehr zur Studie und zum Thema Social Return On Investment >>

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Der Verein Menschen für Menschen in Österreich trägt seit der Einführung Spenden Guetesiegel
im Jahr 2001 ohne Unterbrechung das Spendengütesiegel. Das österreichische Spendengütesiegel der Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT) ist ein System von Standards für spendensammelnde Non Profit Organisationen in den Bereichen Spendenmittelaufbringung und Spendenmittelverwaltung, die streng und umfassend angewendet werden. Jedes Jahr wird von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer die Einhaltung der Kriterien aufs Neue geprüft.

Was genau geprüft wird erfahren Sie hier >>

„Die Lebensbedingungen der Menschen in Merhabete haben sich nachhaltig verbessert“, zu diesem Schluss kommt Dr. Currle, nachdem er die heutige Situation im vor fünf Jahren abgeschlossenen Projektgebiet von Menschen für Menschen ausführlich evaluiert hat. Und weiter: „Auf der Grundlage dieser Bewertung kann das auf Nachhaltigkeit angelegte Leitprinzip von Menschen für Menschen als Grundlage für den Fortschritt der Region identifiziert werden.“

 

Ergebnisse der Studie zum Thema Nachhaltigkeit

  • Die Infrastruktur besteht weiterhin und die erreichten Projektziele (z.B. höhere Erträge in der Landwirtschaft) werden immer noch erreicht oder haben sich sogar weiter entwickelt.
  • Soziale und administrative Management-Strukturen haben Fortbestand und funktionieren situationsangepasst.
  • Wahrnehmungsmuster und Verhaltensweisen, die durch das Projekt eingeführt oder gefördert wurden, sind in der Bevölkerung auch heute noch wirksam.

Mehr Ergebnisse dieser Ex-Post Evaluierung finden Sie hier >>

Phineo, ein Analysehaus für den gemeinnützigen Sektor, hat im Auftrag von SPIEGEL ONLINE 50 Top-Spendenorganisationen einem umfassenden Transparenz-Test unterzogen. Bewertet wurden jeweils drei Hauptkriterien: Ziele, Aktivitäten und Wirkung. Eine ausführliche Beschreibung der Methodik finden Sie hier im Spiegel-Artikel >>

Die deutsche Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe schneidet bei diesem Transparenz-Test mit einem „Sehr gut“ ab. Die Organisation wurde bei der unabhängigen Untersuchung mit vier Sternen bzw. 4,2 von 5 Punkten bewertet. Unter den 50 getesteten Organisationen nimmt die Stiftung Menschen für Menschen damit Rang 10 ein.

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In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) wurden von Finanztest 28 deutsche Spendenorganisationen befragt, die mit dem Namen eines Prominenten verknüpft sind. 10 Organisationen konnten bewertet werden, 18 nahmen nicht am Test teil. Überprüft wurden die Kriterien Verwaltungs- und Werbekosten, Transparenz sowie Leitung und Kontrolle. Das ausführliche Testergebnis erschien in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (15.10.2014) und ist unter www.test.de/spendenorganisationen abrufbar.

Finanztest bewertete die Transparenz sowie die Leitung und Kontrolle der deutschen Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe jeweils als „hoch“. Nur drei weitere Organisationen erreichen diese Wertung. Die Organisation zeichnet sich laut Testergebnis durch niedrige Verwaltungs- und Werbekosten aus. Positiv in Hinblick auf die Transparenz wird der aussagekräftige Jahresbericht gewertet. Finanztest hebt außerdem das klare Vorgehen bei der Projektauswahl und Projektförderung in Äthiopien positiv hervor.

Menschen für Menschen schneidet bei der Untersuchung der Stiftung Warentest daher als „besonders gut“ ab.

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Der Grundgedanke unserer Projektarbeit ist die Weitergabe von Wissen an die äthiopische Bevölkerung, damit sich die Menschen selbst aus der Armut befreien und ohne fremde Hilfe ein besseres Leben führen können. Deshalb ist der Bau von Schulen ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Da es sich auch um einen kostenintensiven Teil handelt ist es besonders wichtig immer wieder zu kontrollieren, ob die Schulen auch tatsächlich allen Anforderungen bezüglich Bauweise, Ausstattung und vor allem Langlebigkeit entsprechen, die wir an unsere Arbeit stellen.

2012 wurde deshalb der TÜV Rheinland beauftragt 29 frei ausgewählte Schulen von Menschen für Menschen einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Es wurden dabei sowohl bereits vor vielen Jahren erbaute als auch neue Schulen in verschiedensten Projektregionen begutachtet. Als Ergebnis der detaillierten Prüfung verlieh der TÜV den Schulen von Menschen für Menschen die Bestnote GUT.

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Nachdem 2013 bereits das Projektgebiet Ginde Beret von der entwicklungspolitischen Gutachterin und Anthropologin Annette Schmidt evaluiert worden ist, folgte im Jahr darauf die Evaluierung der ersten Projektphase in Abune Ginde Beret. Evaluator Jochen Currle reiste nach Äthiopien, um gemeinsam mit seinem äthiopischen Kollegen Chali Guteta von der Beratungsorganisation FAKT die Projekte vor Ort zu untersuchen. Im Mittelpunkt standen dabei auch die Ziele, die Menschen für Menschen zu Beginn der Arbeit für die Weiterentwicklung in Abune Ginde Beret festgesetzt hatte.

Mehr zur Evaluierung erfahren Sie im Interview direkt von Jochen Currle >>

Im Oktober 2013 führten die entwicklungspolitische Gutachterin und Anthropologin Annette Schmidt und ihr äthiopischer Kollege, Agrarwissenschaftler Girma Mengistu von der Beratungsorganisation FAKT im Auftrag von Menschen für Menschen eine Evaluierung in den Projektgebieten Borena und Ginde Beret durch.
Diese sollte Fragen beantworten wie: Verbessern die Hilfsprojekte von Menschen für Menschen die Lebenssituation der Bevölkerung nachhaltig? Sind die Aktivitäten, die gemeinsam mit den Menschen umgesetzt werden, adäquat und tragfähig?
Die Überwachung der eigenen Arbeit durch fortlaufendes Monitoring und regelmäßig durchgeführte Evaluierungen ist für uns ein wichtiges Instrument, um zu überprüfen, ob die Projekte die gesteckten Ziele erreichen oder ob Maßnahmen angepasst und weiter verbessert werden können.

Mehr zur Evaluierung erfahren Sie im Interview direkt von Annette Schmidt >>

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Ein Spender übte Kritik an der Stiftung Menschen für Menschen in Deutschland. Diese Kritik haben wir und das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), welches das DZI-Spendensiegel vergibt, ernst genommen. Das DZI führte deshalb eine detaillierte Sonderprüfung durch, bei der die letzten 8 Jahre der deutschen Stiftung Menschen für Menschen genauestens unter die Lupe genommen wurden. Dabei wurde der korrekte Umgang mit allen Spendengeldern bescheinigt.

DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke fasst das Ergebnis der Sonderprüfung wie folgt zusammen: „Die Stiftung Menschen für Menschen verdient aus unserer Sicht weiter das Vertrauen der Spenderinnen und Spender und das DZI Spenden-Siegel.“ Im Gutachten werden außerdem die Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und bestmögliche Wirksamkeit der Arbeit von Menschen für Menschen bestätigt.

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Hier finden Sie die detaillierte Stellungnahme des DZI >>

Im Mai 2013 beauftragte Menschen für Menschen in Deutschland die renomierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Bilanz und Buchhaltung der Stiftung zu prüfen. Zur Untersuchung hatte KPMG Einsicht bekommen in Aufzeichnungen und Unterlagen der Stiftung. Die Prüfer hatten Zugang zu Kostennachweisen und Belegen, außerdem zur Geschäftsführung, zu Mitarbeitern und Stiftungsräten.

Als Ergebnis der Prüfung wurden einige kleine Ungenauigkeiten festgestellt, diese seien jedoch „nicht wesentlich“ und hätten keinen Einfluss gehabt auf die Bilanz. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stiftung sind damit nachweislich immer korrekt dargestellt worden.

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Die Stiftung Menschen für Menschen hat beim Transparenzpreis 2009 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) den 3. Platz erreicht. Von insgesamt sechzig geprüften Organisationen wurden jene zehn gewürdigt, die sich durch besonders gut nachvollziehbare Spendenverwendung auszeichnen.

Transparenzpreis Menschen für Menschen

Menschen für Menschen wurde für die vorbildlich transparente Berichterstattung über die Spendenverwendung geehrt. PwC-Vorstandssprecher Hans Wagener begründete das gute Abschneiden: „Die Organisation stellt ihre Ziele ausführlich dar, es wird über interne Kontrollen und Mechanismen zur Mittelüberwachung vor Ort informiert, Projekt- und Planungsrisiken werden dargestellt. Was uns als Jury gut gefallen hat, ist, dass sie [ . . . ] einen Teil der Spenden ganz bewusst in Rücklagen anlegt, um eine Kontinuität der Fördermaßnahmen zu erreichen.“

Die Arbeit in einem gesamten Projektgebiet abzuschließen und es vollständig in die Hände der Bevölkerung zurückzugeben, ist ein großartiges Erlebnis und die Erfüllung unserer eigentlichen Bestimmung: Dass wir eines Tages nicht mehr gebraucht werden!

Doch gerade weil es sich um ein so besonderes Ereignis handelt das den Abschluss unserer Arbeit ein einem Gebiet darstellt, muss gerade zu diesem Zeitpunkt gefragt werden, was unsere Arbeit bewirkt hat. Schließlich sollen die Spendengelder, die im Laufe der Jahre in das Projektgebiet investiert wurden eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen gebracht haben.

Um das sicherzustellen wurde beispielsweise ein Abschlussgutachten für das Projektgebiet Merhabete erstellt.

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„Mit der von uns beauftragten Studie wollten wir sehen: Sind wir auf dem richtigen Weg?“, erklärt Berhanu Negussie, Landesrepräsentant von Menschen für Menschen in Äthiopien: „Wie geht es den Menschen nach unserem Rückzug? Ist unsere Arbeit effektiv und nachhaltig?“ Die Ergebnisse der Studie sollten auch zeigen, ob Menschen für Menschen in neuen Projektgebieten manches anders und noch besser machen kann. Denn nur wer ständig dazulernt kann auf die Dauer effektive Hilfe leisten.

Zum Abschlussgutachten für das Projektgebiet Merhabete >>