Nähkurse als Hilfe zur Selbsthilfe

Wie ein Nähkurs hilft, die Ernährung von Familien nachhaltig zu sichern.

Noch bevor man den dunklen Gang des Training Centers in Bake Kelate betritt, hört man das rhythmische Rattern der Nähmaschinen. Hier findet gerade ein Nähkurs von Menschen für Menschen statt. Strom ist im Hauptort Abune Ginde Berets eine unzuverlässige Quelle, in den Heimatdörfern der Kursteilnehmerinnen gibt es meist gar keinen Stromanschluss. Deshalb werden die Frauen hier an Nähmaschinen mit Fußantrieb unterrichtet.

Die Frauen sitzen beim Nähkurs von Menschen für Menschen.

Zehn Frauen sitzen an ihren Maschinen und nähen aufwändige Stickereien auf bunte Stoffe, andere gönnen sich und der Maschine eine Pause und häkeln Deckchen aus farbenfroher Wolle. Jede einzelne von ihnen wurde extra für diesen Kurs ausgewählt. Denn nicht jeder kann an einem Nähkurs teilnehmen. Grundvoraussetzung ist eine gewisse Erfahrung – viele der Frauen haben zuvor schon kleinere Näh- oder Flickarbeiten erledigt.

„Den Nähkurs mache ich, um meine Kinder in Zukunft ordentlich ernähren zu können und im Haus einiges zu verändern.“ Nähschülerin Genet Tolera

Menschen für Menschen achtet bei der Auswahl auch darauf, dass vor allem Frauen den Kurs absolvieren können, die ansonsten keine Möglichkeit haben, etwas dazu zu verdienen. Der Kurs richtet sich ganz gezielt an Frauen, die über zu wenig Land verfügen, um ihre Familien ausreichend ernähren zu können.

Dank Ihrer Spenden können die Frauen bald selbständig Geld verdienen.

Unterrichtet werden die Kursteilnehmerinnen von Wayineshet Aregay. Sie ist bereits zum dritten Mal in der Region, um Nähkurse abzuhalten und vermittelt den Teilnehmerinnen bessere Nähtechniken sowie Feinarbeiten wie Stickereien.

Die Nählehrerin zeigt wie es richtig funktioniert.

Für die Organisation von Nähkursen im Speziellen und Projekten, die generell der Frauenförderung dienen, ist Kidist Abere verantwortlich. Sie ist seit zwei Jahren für Menschen für Menschen tätig und ist dafür aus der Hauptstadt Addis Abeba nach Kachisi gezogen.

Kidist Abere ist für die Frauenförderungs-Projekte hier zuständig.

„Der Kurs hat große Bedeutung für die Frauen – nach erfolgreicher Absolvierung werden sie unabhängig oder auch in Kooperationen zusammenarbeiten und ein Geschäft aufbauen. Mit ihren Produkten werden sie ein gutes Einkommen erzielen.“ Kidist Abere, Koordination Home Economics in Abune Ginde Beret und Ginde Beret

Für Transparenz der Spendenverwendung sorgt unter anderem die Anwesenheitskontrolle.

Der Nähkurs selbst dauert 78 Tage. Jede Teilnehmerin erhält pro Trainingstag 50 Birr. Mit diesem Einkommen können sie während der Monate in denen sie den Kurs besuchen ihre Familie unterstützen. Außerdem können sie einen Teil davon sparen, um sich am Ende des Kurses die Nähmaschine zu einem subventionierten Preis zu kaufen.

Ihre Spenden kommen an und helfen Frauen, Männern und Kindern wie Genet Tolera und ihrer Familie.

Der Nähkurs ist Grundlage für eine eigenständige Zukunft. Für Frauen wie Genet Tolera fängt damit ein neues, besseres Leben an, sie können mit dem Einkommen ihre Kinder ausreichend versorgen und ihnen Bildung ermöglichen.

Bitte helfen Sie durch Ihre Spende und sichern Sie langfristig die Ernährung ganzer Familien.

Mit 155 Euro ermöglichen Sie einer Frau die Teilnahme an einem 3-monatigen Nähkurs.