#1Like1Baum 2018

Mit einem Klick Gutes tun: Das macht unsere Aktion #1Like1Baum möglich. 2018 haben wieder hunderte Menschen die Aktion mit insgesamt 7.897 Likes unterstützt. Das bedeutet 7.897 Bäumchen für unsere Projektregionen, wo sie das Leben der Familien verbessern.

Besondere Unterstützung hat #1Like1Baum 2018 erneut vom Grazer Reiseanbieter Cooltours, für den Nachhaltigkeit ein Herzensthema ist, bekommen: Cooltours hat für jedes Like mehr als 1 Euro für unsere Aufforstungsprojekte gespendet, nämlich insgesamt 12.000 Euro. Es freut uns sehr, dass Cooltours die Aktion auch 2019 unterstützt!

 

Bäumchen machen Schule

Das Prinzip unserer Arbeit lässt sich als Hilfe zur Selbsthilfe zusammenfassen: Wir wollen die lokale Bevölkerung durch Infrastruktur und Know-how so stärken, dass sie ihre Region eigenständig weiterentwickeln können. Das ist auch bei unseren Aufforstungsprojekten zentral: Die Menschen in unseren Projektregionen sind in jeden Schritt, vom Einsammeln der Samen für die Bäume bis hin zum Pflanzen der Baumsetzlinge, miteingebunden.
Um die zigtausend Bäumchen, die für die Aufforstung notwendig sind, heranziehen zu können, bauen wir in unseren Projektregionen Baumschulen auf. Dort wachsen verschiedene Baumsorten und Sträucher heran: Bäume, die sich gut für die Hangsicherung eignen, Obstbäume, die zu wichtigen Vitamin- und Einkommensquellen für die Familien werden, oder auch Kaffeesträucher.
Auch die Bäumchen der Aktion #1Like1Baum 2018 wurden in den Baumschulen von Menschen für Menschen von der lokalen Bevölkerung herangezogen. Bis sie ihre Wurzeln an ihrem Bestimmungsort schlagen können, braucht es viele Arbeitsschritte:

Die Saat für die Baumsetzlinge wird in den Baumschulen von Menschen für Menschen gereinigt.
In kleine Hüllen wird ein Gemisch aus Erde und Sand gefüllt, in die die Baumsaat gegeben wird.
Die Röhrchen mit Erde und Saat werden dann aufgereiht. Ein Dach aus Gräsern schützt sie vor starker Sonneneinstrahlung und Regen.
Die Bäumchen werden in den Baumschulen von Menschen für Menschen gehegt und gepflegt, bis sie groß genug zum Einpflanzen sind.

Bäumchen schaffen Arbeitsplätze

Die Baumschulen schaffen dringend notwendige Arbeitsplätze für die Menschen in den Projektregionen, wie für Fikadu.

„Dass ich jetzt Vorarbeiter bin, ist der Anfang einer Veränderung in meinem Leben. Ich habe gleich nach der Schule zu arbeiten begonnen. Aber meine Familie musste mich trotzdem unterstützen. Jetzt kann ich mich selbst versorgen“, berichtet Fikadu stolz.

Fikadu ist Vorarbeiter einer Baumschule in unserer Projektregion Ginde Beret. Je nachdem, wie viele Arbeiten in der Baumschule zu erledigen sind, trägt Fikadu die Verantwortung für acht bis zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Region. Derzeit gedeihen viele Kaffeepflänzchen in der Baumschule. Drei verschiedene Sorten der vollmundigen Arabicabohne werden herangezogen, abhängig davon, wo sie später gepflanzt werden: für das Hochland, das Tiefland und für die Gebiete dazwischen. Mitte des Jahres sind die Setzlinge stark genug und werden an die Bauern verteilt. Jede Familie bekommt zwischen 200 und 300 Setzlinge und damit die Möglichkeit, sich eine gute Einkommensquelle zu schaffen.

Der 24-jährige Fikadu ist der Vorarbeiter der Baumschule in Washa. Hier werden unter anderem Setzlinge für Kaffeesträucher herangezogen, die den Familien in der Region eine Einkommensquelle ermöglichen.

In unserer jüngsten Projektregion Jeldu hat eine junge Frau das Sagen: Ababe ist seit kurzem Vorarbeiterin der Baumschule, in der vorwiegend Apfelbaumsetzlinge herangezogen werden. Die 27-Jährige ist ein Vorbild für die Mädchen in der Region. In einem Kurs hat sie alles über die Apfelzucht gelernt. Anfangs gab es Skeptiker im Dorf, ob sie als Frau für die verantwortungsvolle Arbeit in der Baumschule geeignet ist. Ababe konnte mit ihrem Fleiß und Know-how alle überzeugen und heute holen sich die umliegenden Bauern ihren Rat.

Ababe ist Expertin in der Apfelzucht. Sie ist die Vorarbeiterin einer Baumschule in Jeldu und ein Vorbild für die Mädchen in der Region.

„Eine Kirche ohne Bäume ist wie ein Priester ohne Bart.“

Wie bei allen unseren Projekten ist es auch das Ziel der Aufforstungsprojekte, dass wir sie gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung aufbauen und auf tragfähige Beine stellen, um sie dann in die Verantwortung der Bevölkerung und Partner in der Region übergeben. Einer dieser Partner ist Aba Gebremedin Hundessa, Vorsteher der Kirche in Kachisi. Rund um seine Kirche befindet sich ein Aufforstungsgebiet. Das ist in Äthiopien nicht ungewöhnlich: Wie Aba Gebremedin Hundessa sehen es auch viele andere Kirchenvertreter als ihre Verantwortung, sich um die Umwelt zu kümmern und das Bewusstsein über die wichtige Rolle von Bäumen und Waldflächen in ihrer Gemeinde zu stärken. Die Kirche ist eine angesehene Institution und damit ein wichtiger Partner für die Aufgabe, den Menschen zu vermitteln, wie wichtig Bäume und große Waldflächen für den Klimaschutz sind und dass sie gleichzeitig bei sorgsamem Umgang auch eine Einkommensquelle sein können. Aba Gebremedin ermutigt die Menschen in der Region dazu, an der Aufforstung mitzuarbeiten.

„Eine Kirche ohne Bäume ist wie ein Priester ohne Bart“, fasst Aba Gebremedin Hundessa bei einem Besuch im Oktober 2018 zusammen. Denn die Bäume rund um eine Kirche erfüllen noch eine andere besondere Funktion: Sie tragen dazu bei, dass sie ein Ort der Ruhe und Besinnung ist.

Für Priester Aba Gebremedin Hundessa zählt die Bewusstseinsbildung über die positiven Eigenschaften von Bäumen und Waldflächen zu seinen Aufgaben in der Gemeinde.

Bäumchen bringen große Veränderung

Bäume bringen in vielerlei Hinsicht wichtige Verbesserungen in den Projektregionen:

Sträucher und Bäume sichern die Erde rund um die metertiefen Erosionsgräben und verhindern so, dass fruchtbares Land weiter abgeschwemmt wird.
Obstbäume verbessern die Ernährung der Familien und können am Markt verkauft werde.
Bäume spenden Ruhe und Schatten und sind bei Schülerinnen und Schüler beliebte Rückzugsorte zum Lernen.

Insgesamt haben wir in unseren Projektregionen bereits viel erreichen können:

  • In Abune Ginde Beret haben wir seit dem Start unserer Arbeit 67 Baumschulen gegründet und insgesamt 12 Millionen Baumsetzlinge an die lokale Bevölkerung ausgegeben. Sie wachsen jetzt in Aufforstungsgebieten auf insgesamt 562 Hektar zu Waldflächen heran, spenden den Feldern der Familien oder auf Schulgeländen Schatten oder wachsen als Obstbäume zu Vitamin- und Einkommensquellen für die Familien heran.
  • In Ginde Beret werden in 65 Baumschulen Setzlinge für die Region herangezogen, in der bereits 15 Millionen ihre Wurzeln schlagen und dazu beitragen, das Leben der Familien zu verbessern.
  • In unserer jüngsten Projektregion Jeldu konnten wir seit Anfang 2017 bereits 5 Baumschulen aufbauen und gemeinsam mit der Bevölkerung 1 Million Baumsetzlinge heranziehen. In der Region, die von massiver Bodenerosion geprägt ist, haben die Familien schon 44 Hektar Land aufgeforstet.

Trotz dieser Erfolge ist noch viel zu tun. Nach wie vor gibt es Dörfer in unseren Projektregionen, in denen dringend Bäume gepflanzt werden müssen. Um den Wald mit all seinen positiven Eigenschaften zurück zu bringen. Vor allem in unserer jüngsten Projektregion Jeldu stehen wir erst am Anfang mit unseren Aufforstungsprojekten. Darum sammeln wir auch 2019 wieder Likes und damit Bäumchen für unsere Projektregionen.

Ihre Spende hilft uns, die vielseitigen Aufforstungsprojekte gemeinsam mit der Bevölkerung in unseren Projektregionen in Äthiopien umzusetzen!

Pflanzen von Baumsetzlingen

Mit 25 Euro ermöglichen Sie das Pflanzen von Baumsetzlingen. Aufforstung schützt den Boden vor Erosion, macht die Erde wieder fruchtbar und wirkt sich positiv auf Klima und Wasserzugang aus.

Ich will spenden!