Hobse nutzt ihre Chance

„Nur wenn wir die soziale Stellung der Frauen verbessern, wird Äthiopien dauerhaft die Armut überwinden können!“ Karlheinz Böhm

Hobse Chela würde man in Europa wohl als Powerfrau bezeichnen. Sie ist Mutter von 11 Kindern und bewirtschaftet mit ihrem Mann gemeinsam einen kleinen Hof. „Heute kann ich beruhigt und tief schlafen“, erzählt sie, „es ist ein wunderbar befreiendes Gefühl, keine Angst mehr vor der Zukunft zu haben und zu wissen, dass es uns allen gut geht.“

Ihre Geschichte zeigt, wie man mit etwas Unterstützung und viel persönlichem Einsatz den Armutskreislauf durchbrechen kann.

 

Mehr als nur ein Ei

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Vor drei Jahren hat Hobse Chela an einem speziellen Programm für Frauen teilgenommen, bei dem sie lernte wie man Hühner richtig pflegt und aufzieht. Es handelt sich dabei um produktivere Hühner, die im Vergleich zu den kleinen, lokalen Hühnerrassen fünf Mal so viele Eier pro Woche legen.

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Dies hat positive Auswirkungen auf die Ernährung der gesamten Familie und ermöglicht ihr auch ein kleines Einkommen durch den Verkauf der Eier zu erwirtschaften.

 

Ein Ofen, der Zeit schenkt

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„Ich war richtig glücklich so einen Ofen zu haben. Ich spare Zeit beim Holzsammeln und es raucht nicht mehr so sehr in der Küche. Davon habe ich immer Augenschmerzen bekommen“, erzählt Hobse.

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Die sogenannten „energiesparenden Öfen“ benötigen nur halb so viel Holz wie die traditionelle Kochweise, bei der drei Steine auf den Boden gelegt und als „Herd“ genutzt werden.

 

Gemüseanbau für gesicherte Ernährung

Äthiopische Bäuerin mit ihrem Sohn auf dem Feld

Hobse hat auch gelernt wie sie Gemüse anbaut und dieses richtig zubereitet. In ihrem kleinen Garten wachsen nun Paradeiser, Mangold, ertragreichere Zwiebel, rote Rüben und Kohl. Auch meine Kinder helfen mit im Gemüsegarten und sind froh nun nicht mehr jeden Tag das gleiche essen zu müssen.

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„Vieles war neu für uns. Wir hatten früher nur Zwiebel und kleine Paradeiser. Jetzt haben wir abwechslungsreich zu essen und kennen die Bedeutung von Vitaminen. Das hat auch auf unsere Gesundheit eine wichtige Auswirkung. Ich bin richtig glücklich, denn ich kann sogar noch etwas auf dem Markt verkaufen.“

 

Ohne Schulbildung Lesen und Schreiben lernen

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Mit ganz besonderem Stolz zeigt uns Hobse ein kleines grünes Buch. Darin hat sie genau vermerkt wieviel Gemüse sie geerntet hat und wie hoch ihr Verdienst am Markt war. „Ich kann jetzt lesen und schreiben“, erzählt sie mit vor Freude glänzenden Augen. Drei Jahre lang hat sie an einem Alphabetisierungskurs teilgenommen. Hobse konnte sich so ihren Traum von Bildung und Eigenständigkeit erfüllen. Für sie hat sich ihr Leben nachhaltig verändert.

 

Eine glückliche Familie

Familienporträt der Familie

Hobse mit Ihrem Mann und einem Teil der Kinderschar.
Hunger wie früher kennen wir heute nicht mehr“, erzählt die tüchtige Frau „und mein Traum ist es, dass alle meine Kinder eine gute Schulbildung bekommen und gute Jobs haben. Vielleicht kommt mich ja sogar eines Tages einer mit einem Auto besuchen!“

 

Helfen Sie mit, Familien wie jene von Hobse dabei zu unterstützen, ihre Kinder gut zu ernähren und ein kleines Einkommen zu erwirtschaften.

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