Weltbienentag: Menschen für Menschen fördert junge ImkerInnen

Bienenkooperativen von Menschen für Menschen eröffnen Zukunftsperspektiven und tragen zu Umweltschutz und Ernährungssicherheit bei.

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Bildnachweis: Menschen für Menschen/Naod Lemma
 

Wien, 17. Mai 2019 – Die Organisation Menschen für Menschen fördert in Äthiopien Bienenkooperativen und ermöglicht damit jungen Frauen und Männern eine Perspektive für die Zukunft. Durch die Vergabe von modernen Bienenkästen und der Vermittlung von Wissen können Bäuerinnen und Bauern außerdem ihren Honigertrag steigern. Darüber hinaus sichert der Bienenbestand durch Bestäubung eine bessere Ernte.

 

Äthiopiens Traditionsprodukt Honig

Honigprodukte haben in Äthiopien eine lange Tradition. Um den äthiopischen Honigwein „Tej“ ranken sich zum Beispiel viele Mythen. So soll schon die Königin von Saba das Getränk im Gepäck gehabt haben, als sie zu König Salomo nach Jerusalem reiste. In Äthiopien werden jährlich 50.000 Tonnen Honig produziert. Damit ist Äthiopien der größte Honigproduzent des Kontinents. Und in der Wachsproduktion liegt das Land am Horn von Afrika ebenfalls weit vorne. Experten des landwirtschaftlichen Forschungsinstituts Äthiopiens zufolge ist das Potential der Honig- und Wachsproduktion sogar um ein Vielfaches höher. Durch fehlende Ausrüstung und unzureichendes Wissen bleibt dieses Potential jedoch noch ungenutzt.

Bienenkooperativen von Menschen für Menschen

Die Organisation Menschen für Menschen unterstützt den Aufbau von Bienenkooperativen für junge Männer und Frauen in ländlichen Regionen Äthiopiens. Dort erlernen sie die nötigen Grundlagen der Bienenzucht und erhalten moderne Bienenstöcke sowie Honigschleudern, Wachspressen und Schutzkleidung. Ziel ist es, eine Wertschöpfungskette in der Region aufzubauen: von der Produktion des Honigs über die Verpackung bis hin zu Vertrieb und Vermarktung. So kann ein Imker mit einem modernen Bienenstock bei zwei Ernten im Jahr genauso viel verdienen wie ein Junglehrer, der dafür ein ganzes Semester unterrichten muss. Die jungen Menschen erhalten nicht nur ein Einkommen, langfristig werden uch weitere Arbeitsplätze in den ländlichen Region geschaffen.

Bienen sichern die Ernährung

Die Förderung von Bienenkooperativen und ImkerInnen hat noch einen weiteren positiven Effekt, denn Bienen können den Ertrag an Obst und Gemüse um bis zu 60% steigern. Deshalb gibt Menschen für Menschen in den Projektregionen auch moderne Bienenkästen aus und führt Schulungen durch, wodurch die Bäuerinnen und Bauern ihren Honigertrag steigern können. Die Bienenvölker tragen außerdem durch die Bestäubung zu einer besseren Ernte bei. In Äthiopien hat Menschen für Menschen bereits zahlreiche Familien mit der Vergabe von insgesamt 13.844 modernen Bienenkästen ein besseres Einkommen ermöglicht.

Jetzt BienenpatIn werden!

Mit einer Bienenpatenschaft können die Kooperativen von Menschen für Menschen unterstützt werden. Die Bienenpatenschaft kann rasch und einfach unter www.mfm.at/bienenpatenschaft abgeschlossen werden und endet automatisch nach vier Monaten.

 

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Bildnachweis: Menschen für Menschen/Naod Lemma

Junger Imker in Äthiopien vor Bienenstöcken mit Mittelwand aus Wachs in der Hand
Getu ist eines von 13 Mitgliedern der neu gegründeten Bienenkooperative im Menschen für Menschen-Projektgebiet Jeldu: „Als Bienenzüchter möchten wir uns eine Zukunft in unserer Region aufbauen.“

Kontakt:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Österreich
Martina Hollauf, E-Mail: m.hollauf@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-22

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