
Gemeinsam haben wir viel erreicht
Jahresrückblick 2022
Mit 2022 liegt ein besonders herausforderndes Jahr hinter uns. Der Ukraine-Krieg und seine Folgen wirken sich auf unser aller Leben aus. Auch Äthiopien ist durch Teuerungen sowie Lieferschwierigkeiten vom Krieg betroffen. Dabei stehen die Menschen dort selbst vor vielen Herausforderungen: Hunderttausende Menschen mussten aufgrund des Konfliktes im Norden des Landes ihre Heimatdörfer verlassen. Ein Friedensabkommen bringt erste Hoffnung mit sich, doch die Folgen sind weiterhin spürbar. Eine der schwersten Dürren der letzten Jahrzehnte entzog vielen weiteren Familien ihre Lebensgrundlage.
Als Menschen für Menschen haben wir in über 40 Jahren immer wieder unruhige Zeiten erlebt. Wir durften aber auch im vergangenen Jahr erfahren, wie diese mit vereinten Kräften gemeistert werden können.
Als Menschen für Menschen haben wir in über 40 Jahren immer wieder unruhige Zeiten erlebt. Wir durften aber auch im vergangenen Jahr erfahren, wie diese mit vereinten Kräften gemeistert werden können.

Nothilfe für 40.000 Menschen
40.000 Frauen, Männer und Kinder, die aufgrund des Konflikts in behelfsmäßigen Flüchtlingslagern in der Afar-Region Zuflucht fanden, wurden mit dringend benötigten Nahrungsmitteln versorgt.

Psychosoziale Unterstützung
Ein Krieg hinterlässt nicht nur physische Zerstörung, sondern hat auch schwerwiegende Folgen für die Seele. Deshalb ist es uns als Organisation ein großes Anliegen erstmals psychosoziale Unterstützung für Menschen umzusetzen, die unter den Traumata des Krieges leiden. Der Start erfolgte im September 2022.

Doppelte Hilfe für Dürreflüchtlinge
Die Familien im Osten Äthiopiens sind besonders stark von der Dürre betroffen. Sie haben ihre Nutztiere und damit ihre Lebensgrundlage verloren. Im Mai 2022 erhielten 20.000 Frauen, Männer und Kinder überlebenswichtige Nahrungsmittelhilfe. Im Juli erfolgte eine Verlängerung dieser Nothilfemaßnahme.

Zugang zu Wasser sichern
Das mobile Tiefbohrgerät, das in Europa gefertigt wurde, erreichte 2022 nach vielen Monaten der Vorbereitung Äthiopien. Der erste Einsatz erfolgte im Osten des Landes, wo durch den Bau eines Tiefbrunnens der Zugang zu sauberem Wasser für die Menschen im Dorf Jarre ermöglicht wird.

30 Jahre ATTC
Wir durften uns 2022 über das 30-jährige Bestehen unseres Facharbeiter-Ausbildungszentrums ATTC freuen, das eine wichtige Bildungseinrichtung für künftige Generationen geworden ist.
Ausblick 2023
Wasserversorgung und Infrastruktur
Das mobile Tiefbohrgerät, das wir dank einer Unterstützerin aus Österreich kaufen konnten, wird 2023 verstärkt eingesetzt und dabei Zeit und Kosten beim Bau von Tiefbrunnen sparen. Zudem ist der Bau bzw. die Renovierung von insgesamt 16 Schulen geplant.
Hoffnung in unseren Projektregionen
Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage in Teilen Äthiopiens und zum Schutz unser Mitarbeiter:innen, mussten wir im Frühjahr 2022 die Maßnahmen in unseren Projektregionen pausieren. Mittelfristig gehen wir davon aus, unsere Aktivitäten wieder ohne Einschränkungen aufnehmen zu können. Im kommenden Jahr werden wir zusätzlich die Arbeit in einer neuen Region aufnehmen: Die potentielle Region Albuko, in der rund 104.000 Menschen leben, besuchten wir bereits. In Gesprächen mit den Menschen und Behördenvertreter:innen haben wir uns einen ersten Eindruck von der Lebenssituation vor Ort verschafft.
Mehr Neuigkeiten
Nagaya Magazin
Ausgabe 1/2026: Die Kraftquelle
Diese Ausgabe zeigt, wie gemeinsames Handeln eine gerechtere Zukunft möglich macht. In Jeldu blicken die Menschen nach längerer Projektpause wieder hoffnungsvoll nach vorne. Bahritu Seyoum, Direktorin für Projektimplementierung, erklärt, wie besonders vulnerable Gruppen bestmöglich unterstützt werden können. Unser langjähriger Partner Peter Krasser zieht Bilanz über 24 Jahre Schulbau in Äthiopien und motiviert dazu, selbst Veränderungen anzustoßen.
Nagaya & JahresberichteAktuelles
Durch die Augen von…
Bahritu Seyoum
Bahritu Seyoum, Direktorin für Projektimplementierung im Koordinierungsbüro von Menschen für Menschen in Addis Abeba, blickt trotz anhaltender Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. Im Interview berichtet sie von zentralen Fortschritten: der Wiederaufnahme zentraler Projekte wie der Fertigstellung einer Schule, von medizinischer und psychosozialer Unterstützung für Frauen sowie von neuen Perspektiven für junge Menschen durch Kleinstunternehmen und nachhaltige Landwirtschaft.
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Ein Gespräch über Wandel, Werte und Wirkung
Harald Maier und Daniel Frieß im Interview
Wie kann sich eine Organisation wie Menschen für Menschen stetig weiterentwickeln und ihre Vision der lebendigen Gemeinschaft aktiv leben? Im Interview mit Martina Hollauf sprechen Harald Maier und Daniel Frieß über Herausforderungen, Chancen und konkrete Schritte der Transformation. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch – in Äthiopien und in Österreich – sowie die Frage, wie Unterstützer:innen aktiv mitgestalten können.
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