Die zähe Zypresse

 

Damit ein Wald dicht wachsen kann, braucht es eine Vielfalt an Baumarten. Es braucht Bäume, die schnell wachsen, genauso wie Bäume, die länger zum Wachsen brauchen, dafür aber mächtig und alt werden.

Darum pflanzt Menschen für Menschen bei der Aufforstung von Gebieten mehr als zwanzig unterschiedliche Bäume, Sträucher und Gräser. Bei den Bäumen handelt es sich um viele verschiedene Sorten, die alle ihre eigenen Eigenschaften mitbringen: Zum Beispiel der Niembaum, der schnell wächst und damit für die rasche Rekultivierung wichtig ist – seine Samen können außerdem gegen Schädlingsbefall genutzt werden. Oder der sogenannte „Meerrettichbaum“, dessen Samen zu Biodiesel verarbeitet werden können. Oder die Zypressenart „Cuprusses Lusitanica“, die zu den endemischen Baumsorten zählt und viel aushält. Eine dieser Zypressen, die in den Projektgebieten wächst, möchte sich gerne vorstellen:

 

„Hallo! Ich bin die Cupressus Lusitanica, eine Zypresse. Ich stehe seit 10 Jahren am Rand des Feldes von Dajene. Ich sorge gemeinsam mit den anderen Bäumen dafür, dass das Regenwasser im Boden gespeichert wird und halte mit meinen Wurzeln die fruchtbare Erde fest. Der Ertrag seines Feldes ist sehr wichtig für ihn – er ist die Lebensgrundlage für seine Familie.“

 

„Hier seht ihr, woraus ich wachse. Mein Saatgut ist hier in Äthiopien sehr begehrt, weil ich auch bei Dürre sehr resistent bin. Ich bin zäh wie – eine Zypresse eben!“

 

„Meine Artgenossen werden in Baumschulen von Menschen für Menschen herangezogen. Viele unterschiedliche Pflanzen starten hier ihre große Reise: Obstbäume, Kaffeesträucher, Futtergras und eben auch verschiedene Bäume, Sträucher und Gräser zur Aufforstung. Wenn ein Projekt endet, werden die Baumschulen in die Verantwortung der örtlichen Behörden übergeben oder von Privatpersonen oder der Dorfgemeinschaft übernommen. Manche Bauern ziehen auch selbst Stecklinge und Setzlinge bei sich zuhause heran, um sie beispielsweise an Nachbarn zu verkaufen.
Die Baumsetzlinge meiner Sorte sind schon fertig zum Ausliefern und werden gerade eingepackt.“

 

Diese Setzlinge werden heute den Bauern von Ula Bedesa in der Projektregion Ginde Beret gebracht.“

 

 

„Abinet pflanzt hier gerade Zypressen-Setzlinge. Gemeinsam mit 28 anderen Familien engagiert er sich für die Aufforstung in diesem Gebiet und bringt seine Arbeitskraft dafür ein. Das Ziel ist, dass hier wieder ein Wald wächst. Wir Bäume schützen die Felder der Bauern vor Überschwemmungen. Und wir geben Schatten und speichern das Regenwasser. Außerdem wächst zwischen uns saftiges Gras, das die Bauern ernten können, um ihre Ziegen und Kühe damit zu füttern.“

 

„Abinet und die Bauern wissen: Der Wald ist wichtig für die Umwelt, die Natur und für ihr Leben.“


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