Oromiyas veränderte Welt

Oromiya Safara ist ein typisches Mädchen aus Abune Ginde Beret. Sie ist eine begeisterte Schülerin, muss aber, wie so viele Mädchen in ihrer Region, tägliche Pflichten im Haushalt übernehmen.

Der Tag fängt damit an, dass Oromiya im Haus und am Hof sauber macht und für die Familie Kaffee kocht.

Jedes der neun Kinder hat seine Aufgaben im Haushalt. Ihr Bruder kümmert sich um die Bienen, die er früher noch im traditionellen Bienenstock hielt. Diese Maske schützte ihn vor Stichen. Heute hat die Familie moderne Bienenstöcke, die Tameru Safara die Arbeit sehr erleichtern.

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Wasser holen ist in Äthiopien traditionell Aufgabe der Mädchen und Frauen. Auch Oromiya geht jeden Tag noch vor der Schule los, um Wasser zu holen. In Abune Ginde Beret hatte vor Beginn unserer Arbeit 2012 nur einer von fünf Menschen Zugang zu sauberem Wasser. Auch Oromiya holte das Wasser aus einem Rinnsal. Die anderen Frauen und Mädchen warten schon, bis sie an der Reihe sind. Hieraus Wasser zu schöpfen dauert nicht nur sehr lange, das Wasser ist auch verunreinigt und verursacht schwere Krankheiten.

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20 Liter fasst der Kanister, den Oromiya nachhause tragen muss.

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In Äthiopien wird in zwei Schichten unterrichtet. Oromiya geht deshalb erst später am Tag zur Schule. Ihre alte Klasse ist wie so viele in Äthiopien: staubig und unzureichend ausgestattet. Aber immerhin gibt es Bänke!

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Mit dem Bau der neuen Schulgebäude der Haro Mittelschule wurde 2012 begonnen. Auch hier wurde nach dem bewährten langlebigen Konzept für Menschen für Menschen-Schulen gebaut. Dass alles so läuft wie geplant, dafür war auf der Baustelle Meskaram Makasa zuständig – sie ist eine der Vorarbeiterinnen von Menschen für Menschen in der Region.

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Die neue Haro Higher Primary School konnte 2014 offiziell eröffnet werden. Die Räume sind sauber, hell und durch die Lamellenfenster gibt es genug frische Luft, um anständig lernen zu können.
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„In der alten Schule war es oft schwierig richtig mitzukommen, weil es so dunkel war“, sagt Oromiya, „Es war wenig Platz auf den Tischen und die Luft war stickig und staubig. Jetzt haben wir eine neue und helle Schule – ich freue mich jeden Tag richtig darauf hinzugehen.“

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Aber nicht nur in der Schule hat sich für Oromiya viel verändert. Ihre Familie hat jetzt neue Hühner, die mehr Eier legen als die traditionellen. Sie lassen sich auch gut am Markt verkaufen. Auch der Getreidespeicher ist neu. Auffällig daran sind die sogenannten „Rat Guards“ – umgedrehte Metalltrichter, die Ungeziefer fernhalten und so die Ernte schützen.

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Oromiya am neuen Ofen in der neuen Küche. Der energiesparende Ofen braucht nur noch halb so viel Brennholz wie der traditionelle „3-Stone“ (die traditionelle Kochstelle, bei der drei Steine auf die Erde gelegt werden und eine Tonplatte darauf platziert wird). Das bedeutet: Oromiya muss auch nicht mehr so viel Brennmaterial sammeln.

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Das Leben von Oromiya hat sich von Grund auf verändert. Sie hat heute mehr Zeit für die Schule. Dank eines Solarlichts, das sie neu installiert haben, kann sie nun auch abends lernen und Hausaufgaben machen. „Mein Lieblingsfach ist Englisch. Mein Traum ist es einmal Krankenschwester zu werden und so anderen Menschen helfen zu können.“

 

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