Seit 35 Jahren im Kampf gegen Armut und Fluchtursachen

Menschen für Menschen  feiert Jubiläum

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  • 8 von 19 Projektregionen wurden bereits abgeschlossen.
  • Über 5 Millionen Menschen profitieren von „Hilfe zur Selbsthilfe“.
  • Gesamtkonzept von Menschen für Menschen zeigt nachhaltige Wirkung. Dies wird durch unabhängige Studien bestätigt.

Wien, 12. November. 2016 – Die Armut zu bekämpfen damit Menschen unabhängig von fremder Hilfe werden: Das ist das zentrale Anliegen der Organisation Menschen für Menschen, die am 13. November 1981 vom ehemaligen Schauspieler Karlheinz Böhm gegründet wurde. Seither wird unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ in Projektregionen, die in der Regel halb so groß sind wie Vorarlberg, ein Gesamtkonzept umgesetzt, das die Menschen in den verschiedenen Lebensbereichen unterstützt. Mit Erfolg: Bereits acht von insgesamt 19 Projektregionen konnten zur Gänze in die Verantwortung der Bevölkerung übergeben werden.

Studien bestätigen Nachhaltigkeit

„Nach mittlerweile 35 Jahren können wir definitiv eine Bilanz ziehen und den Beweis antreten, dass unser Konzept nachhaltig ist“, so Rupert Weber, geschäftsführender Vorstand von Menschen für Menschen in Österreich. „Unabhängige Evaluierungen, die sich unter anderem mit der langfristigen Wirkung unserer Arbeit beschäftigen, bestätigen dies. So zeigt zum Beispiel eine Analyse der Wirtschaftsuniversität Wien, dass jeder Spendeneuro der in Frauenprojekte von Menschen für Menschen investiert wurde einen gesamtgesellschaftlichen Wert von 26,60 Euro erzielt.“

Überprüfung nach Abschluss

Auch bereits abgeschlossene Projektregionen werden einer Analyse unterzogen, um herauszufinden, wie sich die Regionen nach Abschluss der Arbeit selbstständig weiterentwickeln. Fünf Jahre nach Beendigung der Projektarbeit in der Region Merhabete zeigt die Untersuchung, dass die Arbeit in Äthiopien effektiv ist und die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zum Positiven verändert. Das Entwicklungsprogramm von Menschen für Menschen war der Anstoß für eine bis heute anhaltende Entwicklung. Das bedeutet, dass viele Maßnahmen, die während der Projektlaufzeit realisiert wurden, heute fixe Bestandteile des Alltags sind.

Verbesserte Lebensbedingungen – weniger Armut

Das Gesamtkonzept von Menschen für Menschen umfasst unterschiedliche Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen, die eng miteinander verzahnt sind. Die umgesetzten Maßnahmen orientieren sich immer an den Bedürfnissen der Bevölkerung, die von Beginn an miteingebunden wird. Die Arbeit auf Augenhöhe, bei der in zahlreichen Gesprächen Probleme und auch Lösungsvorschläge aller Beteiligten erhoben werden, steht dabei im Mittelpunkt. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit der Bevölkerung. Diese wird vor allem durch Wissenstransfer und Know-how unterstützt. So wird zum Beispiel in Landwirtschafskursen Wissen über Gemüse- und Obstanbau und Erosionsbekämpfung vermittelt. Die Bevölkerung selbst legt beispielsweise unter Anleitung von Mitarbeitern der Organisation Steinterrassen an oder hilft beim Freilegen von Quellen oder beim Graben von Brunnenschächten. „Durch dieses Konzept wird der Wert der eingesetzten Spendenmittel stark erhöht und die Menschen werden befähigt unabhängig von fremder Hilfe zu werden“, so Rupert Weber. „Wenn die Frauen, Männer und Kinder in unseren Projektregionen ausreichend zu essen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben, dann haben wir für diese Menschen viel bewirkt. Ihnen haben wir dank der Spenderinnen und Spender in Österreich eine Perspektive in der Heimat gegeben.“

Erfolge in konkreten Zahlen

Bisher wurden 2.235 Wasserstellen (Pumpbrunnen und Quellfassungen), 409 Schulen, in denen jährlich rund 400.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, sowie über 86 Gesundheitsstationen und 15 Polikliniken gebaut. Über 25.000 Frauen haben am Kleinkreditprogramm teilgenommen. Insgesamt profitieren über 5 Millionen Menschen von der Arbeit.

 

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Bildnachweis: Menschen für Menschen

BU: Tulessa Tena ist Bauer in Ginde Beret, der dank landwirtschaftlicher Schulungen seinen Ernteertrag stark steigern konnte.

 

 

Kontakt

Verein Menschen für Menschen
Mag.a Alexandra Bigl
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Stv. Geschäftsführerin
E-Mail: a.bigl@mfm.at
Tel.: +43 (0)1 58 66 950-12
Mobil: +43 (0)676/790 56 73

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