Rückblick 2019: Gemeinsam Leben verändern

Der Bau eines neuen Gesundheitszentrums, unser immer weiterwachsendes Trainingsangebot für junge Erwachsene oder der große Erfolg unserer Pilzzucht- und Bienenkooperativen: mit Maßnahmen wie diesen konnten wir auch 2019 das Leben der Menschen in unseren Projektregionen nachhaltig zum Besseren verändern.

Es freut uns sehr, auf die vielen Erfolge zurückzublicken, die wir 2019 dank des Engagements unserer UnterstützerInnen in den Projektregionen Abune Ginde Beret, Ginde Beret und Jeldu erreichen konnten:

Eine Grafik mit den umgesetzten Maßnahmen 2019: 29662 Frauen erhielten Verhütungsmittel, über 410 Teilnehmerinnen an Mikrokreditprogrammen, 3 Schulbauten fertiggestellt, Bau von 28 Brunnen und Quellfassungen. über 158 Hektar Wald aufgeforstet.

Mit jedem errichteten Brunnen, jedem gepflanzten Baum und jeder neuen Schule kommen wir unserem großen Ziel ein Stück näher: Die Menschen vor Ort dabei zu unterstützen, sich selbst aus der Armut zu befreien – damit wir hoffentlich bald nicht mehr gebraucht werden.

 

Menschen sitzen vor dem neuen Gesundheitszentrum von Sombo Walliso.
Verbesserte Gesundheitsversorgung für 20.000 Menschen im Gesundheitszentrum von Sombo Walliso.

 

Ein Gesundheitszentrum für 20.000 Menschen

2019 wurde das Gesundheitszentrum von Sombo Walliso errichtet. Ende des Jahres hat es den Betrieb aufgenommen und wird künftig erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen für über 20.000 EinwohnerInnen der umliegenden sieben Bezirken sein. Fünf dieser Bezirke befinden sich im besonders schwer zugänglichen Tiefland der Region, in dem unter anderem Malaria ein großes Problem darstellt. Das Gesundheitszentrum verfügt auch über Krankenzimmer. Dort können sich Frauen zum Beispiel nach einer Entbindung erholen, bevor sie die oft beschwerliche Heimreise antreten. Im Gesundheitszentrum werden künftig auch Beratungsleistungen angeboten. Zum Beispiel wie Krankheiten vermieden werden können, aber auch zum Thema Familienplanung. Eine wichtige Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Region.

 

Eine lächelnde junge Frau frisiert eine andere Frau.
Dank einer Fortbildung durch Menschen für Menschen hat sich die Zukunft von Fanayise zum Positiven verändert. Sie möchte demnächst ihren eigenen Frisiersalon eröffnen.

 

Zukunftsperspektiven für junge Erwachsene

Unser Team vor Ort hat sich 2019 sehr für Projekte engagiert die Einkommensmöglichkeiten für junge Menschen schaffen. Daher freut es uns ganz besonders, dass sich unsere Pilzzucht- und Bienenkooperativen, die bereits 2018 als Pilotprojekt begonnen haben, gut weiterentwickeln. In den Nachbarbezirken gibt es bereits erste Nachahmer: Junge Erwachsene haben sich dort zusammengetan, um ähnliche Projekte auf die Beine zu stellen.

Zusätzlich haben wir 2019 begonnen, Trainings für Jugendliche aus abgelegenen Regionen zu organisieren. So zum Beispiel für Friseurinnen und in technischen Bereichen wie Mobilfunk-, Computer- und Automobiltechnik. Hierbei geht es vor allem darum einfache Reparaturen oder Wartungsarbeiten durchzuführen. Wir unterstützen die Jugendlichen, die meist schon Vorkenntnisse haben, auch bei der Geschäftsgründung. So erhalten sie eine Zukunftsperspektive und tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Heimatregion bei.

 

Drei Männer arbeiten am Bau eines Brunnens.
160 Meter tief wurde gebohrt, um Familien in Jeldu den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu sichern.

 

Sauberes Trinkwasser für Boni

In den ersten Bezirken unserer jüngsten Projektregion Jeldu, in denen wir 2017 mit der Arbeit begonnen haben, hat nur jeder zehnte Mensch Zugang zu sauberem Trinkwasser. Neben dem Bau von Brunnen und Quellfassungen haben wir deshalb Anfang 2019 mit dem Bau eines Wasserversorgungssystems begonnen. Dazu war es notwendig, eine professionelle Tiefenbohrung durchzuführen. In 160 Meter Tiefe stießen die Experten schließlich auf ein Wasserreservoir mit ausreichendem Wasserdruck. Nun gilt es das Leitungssystem aufzubauen, das die Kleinstadt Boni sowie umliegende Gemeinden mit sauberem Trinkwasser versorgen wird.

 

Aufforstung als Lebensgrundlage

Das Thema Aufforstung war natürlich auch 2019 ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Denn die fortgeschrittene Abholzung und die damit einhergehende Bodenerosion stellen die Bauern der Region vor große Herausforderungen. Durch gezielte Aufforstung und den Schutz von Waldflächen sichern wir die Lebensgrundlage der Familien in unseren Projektregionen.

 

Näher am Menschen: Auf unserer Facebook-Seite teilen wir regelmäßig Einblicke direkt aus unseren Projektregionen in Äthiopien.

 

Mit der Unterstützung unserer Spender und Spenderinnen konnten wir 2019 vieles erreichen. Gemeinsam verändern wir Leben – als Menschen für Menschen.

 

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