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Wüstenbildung und Dürre
 
Fruchtbares Land wird Wüste
Rund ein Drittel der gesamten Erdoberfläche ist von Desertifikation betroffen. Die Lebensgrundlage von Millionen Menschen wird zerstört. Fatale Folgen: Hunger, Armut und Vertreibung. Mit Neubepflanzung, Aufforstung und Erosionsschutz kämpft Menschen für Menschen gegen Desertifikation.
 

Konjit Tilahun ist Mitte, Ende 20, so genau weiß sie das nicht. Sie ist Mutter von drei Schulkindern, ihr Mann, ein Gelegenheitsarbeiter, ist permanent und meist erfolglos auf Arbeitssuche. Doch Konjit hat Glück: Sie ist Nutznießerin des 2005 in Illubabor gestarteten Pilotprojekts "Green Stove", das von der Europäischen Union mitfinanziert wurde.

"Der Tag, an dem mein Antrag auf einen Green Stove von Menschen für Menschen bewilligt worden ist, war der glücklichsten Tag meines Lebens", erzählt die junge Frau.

Viele Jahre ihres jungen Lebens hat Konjit täglich mehrere Stunden lang am Boden über dem offenen Feuer hockend die traditionellen Injerafladen auf einer Eisenplatte gewendet. Und sich dabei immer wieder ihre Beine verbrannt. Auch ihre Tochter hat Brandnarben: "Du kannst deine Kinder nicht in jeder Sekunde beschützen", erklärt Konjit entschuldigend.

Nun aber steht in der Ecke der Küche auf einem hüfthohen Lehmsockel der geschlossene Green Stove. Die Verbrennungsgefahr ist gebannt, in der Küche brennen die Augen nicht mehr vom beißenden Rauch und statt die ganze Küche zu heizen, wird nun nur gezielt die Pfanne erhitzt, so dass sich die Backzeit der Injerafladen verkürzt. Konjit muss zudem weniger Holz zum Backen kaufen und spart sich dadurch 50 Birr im Monat.

Auf dem Markt verkauft Konjit oft 50 bis 60 Injerafladen. Das reicht, um ihre Familie zu versorgen und den Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen.

Helfen Sie uns, Äthiopiens Familien und Umwelt zu schützen:

 
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