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Die Ausstattung einer Gesundheitsstation mit Medikamenten kostet im Monat 100 Euro. |
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"Sie lassen ihre Töchter aus Liebe beschneiden", erklärt Almaz Böhm. Nur gemeinsames Engagement kann zu Veränderungen führen. |
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Als Menschen für Menschen die große Aufklärungsinitiative in den Projektgebieten in Äthiopien begann, hatten die Mitarbeiter große Schwierigkeiten, die Menschen über die Ursachen von Aids und die Ansteckungsmöglichkeiten zu informieren. "Äthiopien ist unter anderem so stark von Aids betroffen, weil es Tradition ist, nicht über Sexualität zu reden. Dies müssen wir ändern!", fordern Almaz und Karlheinz Böhm.
Gerade die Theaterstücke zeigen in den ländlichen Regionen, in denen Menschen für Menschen arbeitet, Wirkung: Viele Jugendliche und Erwachsene, die nie eine Schule besucht haben, bekommen bei den Aufklärungsveranstaltungen die erste Biologiestunde ihres Lebens: Laien-Schauspieler streifen sich Rüstungen aus Pappkartons über und ziehen als Bakterium, Blutkörperchen und HI-Virus verkleidet in den in den Kampf, um den Zuschauern die Folgen einer HIV-Infektion für den Körper zu erklären. Bis zu 3.000 Teilnehmer besuchen solche lokalen Massenveranstaltungen, bei denen mit Musik, Theater und öffentlichen Reden über das tödliche Virus aufgeklärt wird. Mit Erfolg: Denn viele lernen hier, dass die Krankheit kein unabwendbares Schicksal ist und wie man sich davor schützen kann.
"Aids kann man nicht sehen, denn es trägt so viele Masken", warnt der Refrain eines Liedes, das die Mädchen und Jungen des Anti-Aids-Clubs aus dem Abdii-Borii-Kinderheim gemeinsam mit ihrem Lehrer selbst geschrieben und für eine Aufklärungsveranstaltung einstudiert haben. Mucksmäuschenstill ist es im Publikum. Die ernsthafte Mimik und die symbolträchtige Choreografie mit erhobenen Zeigefingern, geschlossenen Augen und verhüllten Gesichtern unterstreicht aus eindrucksvolle Weise, wie detailliert sich die jungen Sänger mit dem schwierigen Thema auseinandergesetzt haben. "Wir haben diesen Anti-Aids Club gegründet, weil wir nach den besten Mitteln und Wegen gesucht haben, wie wir die Kinder aller Altersstufen für das Problem sensibilisieren können", erklärt der Heimleiter. "Gerade Kinder nehmen nur Informationen nur dann auf, wenn sie auf interessante Weise aufbereitet und präsentiert werden."
Im Rahmen des Anti-HIV-Programms von Menschen für Menschen tritt der Anti-Aids-Club auch außerhalb des Heims bei verschiedenen Veranstaltungen auf. Der Applaus und die Diskussionen nach den Aufführungen sind die Belohnung für die Mitglieder des Clubs - und eine Bestätigung dafür, dass ihre Botschaft ankommt.
Unterstützen Sie lebensrettende Aufklärungskampagnen:

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