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Im statistischen Durchschnitt bekommt jede Frau in Äthiopien 5,7 Kinder. Der Kinderreichtum ist ein wesentlicher Faktor für die Armut vieler Familien in Afrika. Die zahlreichen Schwangerschaften in ihrem harten Alltag schwächen die Gesundheit der Frauen. Nach einer Studie von Menschen für Menschen in ausgewählten Projektgebieten hat fast jede fünfte Frau eine Fehl- oder Totgeburt erlitten.

Deshalb hat die Äthiopienhilfe in den vergangenen Jahren Initiativen zur Familienplanung gestartet, die von der Landbevölkerung sehr gut angenommen werden. Einerseits wird Aufklärung geboten, andererseits werden konkrete medizinische Maßnahmen über die Verteilung von Kurz- und Langzeit-Verhütungsmitteln realisiert.

In den abgelegenen Gebieten sind vor allem Verhütungsmittel beliebt, die lange wirken und nur selten Besuche in den Gesundheitsstationen notwendig machen. So entschieden sich bislang rund 100.000 Frauen für Hormon-Spritzen, die nur alle drei Monate erforderlich sind. Rund 17.500 Frauen favorisieren Implanon, ein Verhütungsstäbchen, das unter die Haut des Oberarms injiziert wird und drei Jahre lang vor ungewollter Schwangerschaft schützt. Darüber hinaus nahmen über 66.000 Frauen erstmals die Pille. Fast 100.000 Kondome zur Schwangerschaftsverhütung und zum Schutz vor HIV wurden verteilt. Zusätzlich wurden zahlreiche Kurse zum Thema Familienplanung und Sexualkunde veranstaltet.

Interview mit Almaz Böhm zum Thema Familienplanung

Partner unserer Anstrengungen

Menschen für Menschen ist dankbar dafür, dass die Familienplanungs-Projekte in der Region Derra beginnend mit Juli 2009 für 1 1/2 Jahre zu 50% aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert werden.

Links:

www.aussenministerium.at/oeza

www.ada.gv.at

 
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