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Bauchweh vom schlechten Wasser

Marta aus Illubabor ist erst 12 Jahre alt. Ihre tägliche Aufgabe ist, aus einem weit entfernten Wasserloch Wasser zu holen. Nach einem langen Fußmarsch erreicht sie die schlammige Grube im Boden, die sich täglich mit Sickerwasser füllt. Dort schöpft sie das Wasser in ihren gelben Kanister und trägt ihre Last nach Hause. „Es gibt nur dieses Wasser. Wir schöpfen es möglichst von der Oberfläche ab. Es schwimmen viele Mückenlarven darin herum. Meine Geschwister und ich haben oft Bauchweh und Durchfall, besonders die ganz Kleinen“, erzählt Marta.

Marta (12) am Wasserloch

Marta kann ihr Glück kaum fassen!

Doch heute ist es anders. Marta steht an der neuen Quellfassung des Dorfes. Es gibt ausreichend klares, sauberes Wasser zum Trinken, Waschen, fürs Vieh und sogar zum Bewässern einiger Gemüsefelder.

„Ich bin mit dem Wasserholen rasch fertig und kann dann zur Schule gehen und endlich lesen lernen. Wenn ich groß bin werde ich Lehrerin.“, lacht sie stolz und nimmt einen großen Schluck direkt vom Wasserstrahl. Was überläuft rinnt direkt in die weiter unterhalb gelegene Viehtränke.

Brunnen sorgen in Äthiopien nicht nur für die Wasserversorgung der Dörfer. Sauberes Wasser verbessert sehr viele Lebensbereiche der Menschen schlagartig: Sie haben genug zu Trinken, die Sauberkeit und Hygiene verbessert sich. So werden die Menschen weniger krank. Gibt es Wasser können sie auch ihre Felder bewässern und das Vieh tränken und haben so genug zu Essen. Sind die Wege zum Brunnen kurz, können Frauen und Mädchen in die Schule gehen oder Kurse in Hauswirtschaft oder berufsbildende Kurse besuchen.

Marta an der neuen Quellfassung

Der Bau eines Brunnens ist ab 1.500 Euro möglich.

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