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Adane Nigus
 
"Es ist erstaunlich, wie viel erreicht worden ist im Projektgebiet Derra."
So der 41-jährige Agrarökonom und frühere Projektleiter von Derra. Inzwischen haben fast alle Menschen sauberes Wasser, Kinder können in die Schule gehen und die Gesundheitsversorgung ist besser. Wir konnten uns verabschieden und uns einer anderen, sehr armen Region zuwenden. Was für ein Erfolg!
 

Ende Oktober 1981 reiste Karlheinz Böhm zum ersten Mal nach Äthiopien und besuchte ein Flüchtlingslager mit etwa 1.500 Halbnomaden des Stammes der Hauiwa in Babile / Ost-Äthiopien. Gemeinsam mit ihnen begann das erste Projekt im ca. 30 km entfernten Erer-Tal, wo die Flüchtlinge in vier neue Dörfern siedeln konnten.

Hilfe, die ankommt - Erfolge, die bleiben

Menschen für Menschen ist mittlerweile in neun Regionen Äthiopiens tätig. Gesicherte Wasser- und Gesundheitsversorgung, verbesserte Landwirtschaft und Frauenförderung sind dabei Schwerpunkte. Im Mittelpunkt steht jedoch immer die Weitergabe von Wissen an die Männer, Frauen und Kinder - sei es durch Schulbau für die Kinder oder Kurse für die Erwachsenen. So ist es den Menschen möglich aus eigener Kraft dem Kreislauf der Armut zu entkommenAlle Maßnahmen sind miteinander verbunden, damit sie nicht nur kurzfristig erfolgreich sind, sondern langanhaltend das Leben der Menschen zum Besseren verändern und diese ihre Entwicklung selbst in die Hand nehmen können. Ein wunderbares Beispiel dafür ist die Projektregion Derra, aus der sich Menschen für Menschen Ende 2010 verabschieden konnte. Die Menschen dort brauchen unsere Hilfe nun nicht mehr und wir konnten uns neuen, sehr armen Gebieten wie Ginde Beret zuwenden.

In Äthiopien sind über 788 MitarbeiterInnen (darunter nur 5 Europäer) im Einsatz. Alle Projekte von Menschen für Menschen werden ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern und Strukturen umgesetzt. So können wir garantieren: Ihre Spende kommt dort an, wo sie am dringensten gebraucht wird.

So wirkt Hilfe am besten: Alle Bereiche des Lebens einbeziehen

Menschen für Menschen hat während der langjährigen Tätigkeit in Äthiopien den Ansatz der Integrierten Ländlichen Entwicklung verfolgt und verfeinert. Die verschiedenen Projektbereiche (z.B. Wasserversorgung und Frauenförderung) werden als zusammenhängend wahrgenommen. So wird nicht in einem Dorf ein Brunnen gebaut, im nächsten Kleinkredite vergeben und im dritten Dorf werden Bauern unterstützt. Ländliche Regionen werden in ihrer Gesamtheit wahrgenommen. Ein Beispiel: Da das Wasser holen traditionell Frauenarbeit ist und die nächste Wasserstelle meist weit entfernt, sind viele Frauen den halben Tag mit dieser anstrengenden Tätigkeit beschäftigt. Sie haben daher keine Zeit für einen Kurs um Schreiben und Lesen zu lernen oder ein Kleinkreditprogramm. Frauenprojekte haben deshalb wesentlich mehr Erfolg in Dörfern, die auch einen Brunnen haben!

Engagiert für Äthiopien

In den drei Organisationsbüros in München, Wien und Zürich arbeiten 29 MitarbeiterInnen. Neben der verantwortungsvollen Aufgabe der Spendenverwaltung planen und koordinieren die Büros die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Über 400 ehrenamtliche MitarbeiterInnen unterstützen die Aktivitäten von Menschen für Menschen zusätzlich. Nur so ist es möglich, mit einem sehr geringen Aufwand für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit ein Maximum an Hilfe für die Menschen in Äthiopien zu erreichen.

Menschen für Menschen bezahlt prinzipiell weder für Zeitungsinserate noch für TV- und Rundfunk-Werbung.

 
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