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In der Rolle seines Lebens
Als Schauspieler machten ihn die 1955 bis 1957 gedrehten „Sissi“-Filme als Kaiser Franz-Joseph an der Seite von Romy Schneider zum Weltstar. Einen Kontrapunkt zum Image des Sissi-Kaisers setzte er 1960 mit dem Psychodrama „Peeping Tom“ (Augen der Angst). Diesen Streifen, den das Publikum bei seiner Erstaufführung radikal ablehnte, zählt die New York Times heute zu den Top Ten der Film-Klassiker. Insgesamt drehte Böhm in drei Jahrzehnten 45 Kinofilme, feierte zahlreiche Triumphe auf den großen Bühnen der deutschsprachigen Theater und stellte eindrucksvolle Charaktere in vier Filmproduktionen von Rainer Werner Faßbinder dar.

Am 16. Mai 1981 wettet Karlheinz Böhm in der ZDF-Sendung "Wetten, dass..?", dass "nicht jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen in der Sahelzone spendet". Karlheinz Böhm gewann die Wette und flog trotzdem mit 1,2 Mio. DM im Oktober 1981 nach Äthiopien. Am 13. November 1981 gründete er in Deutschland die Hilfsorganisation Menschen für Menschen.

Seitdem lebte er mehrere Monate pro Jahr unter einfachsten Bedingungen in Äthiopien. In der restlichen Zeit des Jahres wohnt er in Österreich. Von Anfang an arbeitete er ehrenamtlich, ohne Gehalt oder Honorar. "Als Motivation dient mir das kleine Wort WUT", erklärt Böhm, "Wut über die ungerechte und menschenverachtende Diskrepanz zwischen Arm und Reich."

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens von Menschen für Menschen zog sich Karlheinz Böhm im November 2011 ins Privatleben zurück. Daraufhin wurde Almaz Böhm, die seit Jahren die engste Beraterin von Karlheinz Böhm war und an seiner Seite die Organisation mitaufgebaut hat, von der Generalversammlung des österreichischen Vereins einstimmig als neue Vorstandsvorsitzende gewählt.

Karlheinz Böhm bekräftigte, dass diese Entscheidung ganz in seinem Sinne war: „Ich freue mich sehr, dass die Generalversammlung mit mir übereingekommen ist und das 30-jährige Bestehen zum Anlass nimmt, um die Verantwortung komplett in die Hände meiner Frau zu legen und ihr den Vorsitz anzuvertrauen. Ich weiß, dass meine Frau mit genauso viel Energie und mit noch mehr Einfühlungsvermögen als ich die Arbeit in Äthiopien fortführen wird.“

 
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