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„Es gibt keine erste, zweite oder dritte Welt! Wir leben alle auf ein und demselben Planeten, für den wir gemeinsam Verantwortung tragen.“
Karlheinz Böhm (1928-2014)
Gründer von Menschen für Menschen

Wir danken Karlheinz Böhm für sein einzigartiges Lebenswerk!

Karlheinz Böhm hat uns alle durch seine Persönlichkeit und sein Handeln tief beeindruckt. Er war ein außergewöhnlicher Mensch, der mit der 1981 von ihm gegründeten Organisation Menschen für Menschen ein einzigartiges Lebenswerk geschaffen hat. Er hatte die Vision von einer besseren, gerechteren Welt und dieser Vision auch Taten folgen lassen. Dabei war vor allem die Wut über die ungerechte und menschenverachtende Diskrepanz zwischen Arm und Reich eine starke Triebfeder. Für ihn gab es nur eine Welt, für die wir alle gemeinsam die Verantwortung tragen. Mit großem Respekt und Liebe zu den Menschen hat er sich dieser Verantwortung gestellt.

Karlheinz Böhms größter Wunsch – eines Tages nicht mehr gebraucht zu werden - ging bis dato in sechs Projektgebieten in Erfüllung: sie konnten bereits zur Gänze in die Verantwortung der Bevölkerung übergeben werden. In weiteren neun Projektgebieten ist die Organisation derzeit tätig.

Karlheinz Böhm hat dem Wort Menschenliebe durch seine Arbeit eine neue Definition gegeben. Seine Leistung war und bleibt unvergleichlich.

Herr Böhm, wir danken Ihnen für das einzigartige Lebenswerk, das Sie mit Menschen für Menschen geschaffen haben. Ihr Handeln wird auch künftig Vorbild, Maßstab und Ansporn sein. Ihr Grundsatz war immer „ich weiß, dass ich nichts weiß“ – sie sind den Menschen in Äthiopien immer auf Augenhöhe begegnet - in diesem Sinne werden auch wir uns der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Arbeit stellen und Ihr Lebenswerk als Menschen für Menschen fortführen, bis Ihr Traum in Erfüllung geht und wir eines Tages nicht mehr gebraucht werden.

Helfen Sie uns diesen Traum wahr zu machen: Mit Ihrer Spende für das Lebenswerk von Karlheinz Böhm >>

In der Rolle seines Lebens
Als Schauspieler machten ihn die 1955 bis 1957 gedrehten „Sissi“-Filme als Kaiser Franz-Joseph an der Seite von Romy Schneider zum Weltstar. Einen Kontrapunkt zum Image des Sissi-Kaisers setzte er 1960 mit dem Psychodrama „Peeping Tom“ (Augen der Angst). Diesen Streifen, den das Publikum bei seiner Erstaufführung radikal ablehnte, zählt die New York Times heute zu den Top Ten der Film-Klassiker. Insgesamt drehte Böhm in drei Jahrzehnten 45 Kinofilme, feierte zahlreiche Triumphe auf den großen Bühnen der deutschsprachigen Theater und stellte eindrucksvolle Charaktere in vier Filmproduktionen von Rainer Werner Faßbinder dar.

Am 16. Mai 1981 wettet Karlheinz Böhm in der ZDF-Sendung "Wetten, dass..?", dass "nicht jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen in der Sahelzone spendet". Karlheinz Böhm gewann die Wette und flog trotzdem mit 1,2 Mio. DM im Oktober 1981 nach Äthiopien. Am 13. November 1981 gründete er in Deutschland die Hilfsorganisation Menschen für Menschen.

Seitdem lebte er mehrere Monate pro Jahr unter einfachsten Bedingungen in Äthiopien. In der restlichen Zeit des Jahres wohnt er in Österreich. Von Anfang an arbeitete er ehrenamtlich, ohne Gehalt oder Honorar."Als Motivation dient mir das kleine Wort WUT", erklärt Böhm, "Wut über die ungerechte und menschenverachtende Diskrepanz zwischen Arm und Reich."

Der Gründer und Ehrenvorsitzende der Organisation Menschen für Menschen verstarb am Donnerstag 29. Mai 2014 im Alter von 86 Jahren.

 
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