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Infektionskrankheit Trachom

Als Schebere Ababu in die Gesundheitsstation Degore im Projektgebiet Midda kam, war ihr rechtes Auge vom Trachom betroffen. Die Infektionskrankheit entstand aus den unhygienischen Bedingungen im wasserarmen Hochland von Äthiopien, in dem Schebere und ihre Familie leben.

Die Bakterien Chlamydia trachomatis setzten sich an der Innenseite ihres Augenlids fest. Der Körper wehrte sich, hat Lymphfollikel gebildet, gelblich-weiße Erhebungen. Wenn diese Follikel platzen, bilden sich Narben an der Lidinnenseite, die sich dadurch zusammen zieht. Die Außenseite des Lids mit den Wimpern dreht sich nach innen ein. Nun scheuern sie bei jedem Lidschlag und jeder Augenbewegung an der Hornhaut des Auges. "Es fühlt sich an, als ob die Wimpern ins Auge stechen", sagte Schebere in der Gesundheitsstation. Sie konnte in der Schule nicht mehr richtig sehen, die Schmerzen nagten an der Konzentration.

Die Zwölfjährige hatte Glück: an diesem Tag konnte der kleine Eingriff in der Gesundheitsstation gemacht werden. Bei der kleinen Operation wird das Lid korrigiert,damit die Wimpern den Augapfel nicht mehr berühren. Schebere ist heute gesund und blickt hoffnungsvoll in die Zukunft.

Hätte der Eingriff nicht gemacht werden können, hätte sie über kurz oder lang ihr Augenlicht verloren. Die Operation kostet nur 20 Euro und bewahrt Menschen wie Schebere Ababu vor unerträglichen Schmerzen und vor Erblindung.

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