Kinder in Äthiopien lernen früh, was materieller Mangel bedeutet. Zeit zum Spielen haben sie kaum, stattdessen arbeiten sie im Haus und auf dem Hof mit. Trotzdem ist ihre Lebensfreude groß.

Im von Menschen für Menschen erbauten Boko Health Center sind Zwillinge zur Welt gekommen. Nur ihre ersten Jahre werden ganz dem Spielen gehören.

Kinder müssen sehr früh im Haus und auf dem Hof mithelfen, etwa beim Sortieren der Kaffeekirschen, die zum Trocken auf Tierhäuten ausgelegt werden.

Die 13-jährige Tschewara Sharif schleppt Brennholz. Sie kann nicht zur Schule gehen, weil sie anstelle der erkrankten Mutter den Haushalt führen muss.

Auch der zwölfjährige Redwan geht nicht zum Unterricht: In der Kleinstadt Yanfa putzt er Schuhe, um das Familieneinkommen zu verbessern.

Wer zur Schule gehen kann, hat nur wenig Zeit zum Lernen: Viele Jungs müssen nachmittags das Vieh hüten. Deshalb machen sie die Hausaufgaben auf dem Feld.

Früh unter dem Joch der harten Arbeit: Die traditionelle Landwirtschaft mit Ochsen und Eisenpflug bedeutet für Teenager eine große Anstrengung.

Angesichts des harten Alltags überrascht die Freude am Spiel: Jede Gelegenheit wird genutzt, auch wenn der Ball nur aus Lumpen zusammengebunden ist.

Eine Attraktion an den Straßen der Kleinstädte sind selbst gezimmerte und geschweißte Tischfußball-Spielgeräte. Sie sind immer von Kindern umringt.

Das wichtigste Medium ist der Rundfunk. Bedessa, 7, liebt sein billiges Transistorradio. Leider kann sich seine Familie nur selten Batterien leisten.

Hütejungen springen in einen schlammigen Teich, der als Viehtränke dient. Die meisten Kinder haben dagegen keine Gelegenheit, schwimmen zu lernen.

Der Sportunterricht findet auf der Wiese vor den Klassenzimmern statt. "Blinde Kuh" macht auch äthiopischen Kindern viel Spaß.

Wir errichten Schulen, verbessern die Landwirtschaft, bauen den Gesundheitssektor aus: Helfen Sie Äthiopien und seiner jungen Bevölkerung, unterstützen Sie uns!
