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Die Schlacht von Adua wurde von der äthiopischen Armee unter Kaiser Menelik II. gegen die italienischen Invasionstruppen unter General Oreste Baratieri am 1. März 1896 bei der Stadt Adua im Norden Äthiopiens geschlagen. Die bis dahin größte militärische Auseinandersetzung in Afrika endete mit der Demütigung einer europäischen Großmacht. Die Schlacht von Adua kostete rund 8000 italienischen Soldaten das Leben. Die Kampfkraft und das Geschick der Truppen von Kaiser Menelik wurden maßlos unterschätzt. Ein anderer Grund für den Erfolg der Äthiopier war, dass noch wenige Jahre zuvor Italien selbst an Menelik tausende moderne Gewehre geliefert hatte.
Die Ambitionen Italiens, zu einer der führenden Kolonialmächte in Afrika aufzusteigen, wurden damit begraben. Italien wurde gezwungen, Aufwandsentschädigungen zu zahlen; mehrere hundert italienische Gefangene wurden zum Bau der Hauptstadt Addis Abeba zwangsverpflichtet. Dreitausend italienische Gefangene wurden erst nach Anerkennung der vollständigen Unabhängigkeit Äthiopiens freigelassen. Die italienischen Expansionsbestrebungen waren damit für die nächsten vierzig Jahre unterbunden. Äthiopien blieb der einzige afrikanische Staat, der nicht unter Kolonialherrschaft stand.
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Die Niederlage führte zu einer schweren Regierungskrise in Italien und dem Sturz des Ministerpräsidenten. Vierzig Jahre später - in Italien herrschten die Faschisten - war Adua nicht vergessen. Bereits Mitte der 1920er Jahre, Mussolini hatte erst vor wenigen Jahren die Macht in Italien übernommen, wurden erste Pläne für einen Angriff auf Äthiopien geschmiedet. Aber erst 1935 kam es zu stillschweigenden Einverständnissen durch die Großmächte England und Frankreich. In Paris und London wurde das Nachgeben unter anderem damit begründet, Mussolini nicht in die Arme Hitlers zu treiben. In Italien führte der Wunsch nach „Rache für Adua“ schließlich zu einem weiteren Krieg gegen Äthiopien (Italienisch-Äthiopischer Krieg von 1935–36). Der Krieg in Abessinien ist mit aller erdenklichen Grausamkeit geführt worden. Dazu zählte der Einsatz von Senfgas, ein klarer Verstoß gegen die Genfer Konvention, die 1925 von Italien unterzeichnet wurde.
Etwas über ein halbes Jahr sollte es dauern, bis die Italiener siegreich in Addis Abeba einmarschieren konnten. Kaiser Haile Selassie floh nach Großbritannien ins Exil. 4000 italienische Soldaten fanden den Tod während der Kämpfe, die Verluste auf äthiopischer Seite waren um ein vielfaches höher. Auch die Folgejahre bescherten „Italienisch-Ostafrika“, welches übrigens nie von Mussolini besucht wurde, keine Ruhe.Bis 1941 stand Äthiopien unter italienischem Protektorat.
Der Siegestag der Schlacht von Adua ist am 2. März ein äthiopischer Feiertag.
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