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Der Gelada ist eines der faszinierendsten Tiere Äthiopiens. Er lebt in Gruppen im Hochland und besticht durch sein auffälliges Äußeres. |
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Der Gelada oder Blutbrustpavian (Theropithecus gelada) ist eine sehr seltene Primatenart, die ausschließlich im äthiopischen Hochland vorkommt. Dieser Backentaschenaffe ist zwar eng mit den Pavianen verwandt, gehört aber eigentlich zur Familie der Meerkatzen.
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Das auffälligste Merkmal der Geladas ist ein roter, haarloser Fleck auf der Brust. Ansonsten ist das Fell der Tiere braun. Sie haben eine rundliche Schnauze und, im Gegensatz zu den Pavianen, seitliche Nasenlöcher. Ein ausgewachsenes Geladamännchen kann bis zu 75 Zentimeter groß und bis zu 21 Kilo schwer werden. Der Schwanz dieser Primaten endet in einer Quaste und ist ebenso lang wie der Körper. Die Männchen tragen eine beeindruckende Mähne.
Das Hochland Äthiopiens ist der Lebensraum der Geladas. Sie sind besonders häufig in Gebieten der Provinzen Tigrai, Begemdir, Wollo und Shoa, sowie an der Schlucht des blauen Nils und im oberen Wabe Shebelle Tal (östlich des Bale Massivs) anzutreffen. In einer Höhe von 2200 bis über 4400 Meter finden sich gebirgige Grasflächen, die diesen reinen Bodenbewohnern ihre ausschließlich vegane Nahrung bieten. Die Geladas verbringen den Tag mit der Nahrungssuche und ziehen sich zum Schlafen in Felsspalten oder enge Schluchten zurück.
Die Blutbrustpaviane leben in Gruppen zusammen. Diese bestehen entweder aus einem geschlechtsreifen Männchen und mehreren Weibchen sowie deren Nachwuchs, oder es sind reine Männergruppen. Diese bestehen dann vorwiegend aus Jungtieren. Im Gegensatz zu Pavianen führen bei den Geladas die weiblichen Tiere die Gruppen an. Territorialverhalten ist den Geladas unbekannt. Wenn genug Nahrung vorhanden ist, kommt es oft vor, dass sich Gruppen zusammenschließen. Gegenseitige Fellpflege und andere soziale Interaktionen, finden allerdings weiterhin nur zwischen Tieren der gleichen kleinen Gruppe statt. Gras und Grassamen stellen die Hauptnahrung der Geladas dar. In der Regenzeit ist Gras im Überfluss vorhanden. Während der trockenen Monate, müssen die Tiere allerdings auf Wurzeln und Knollen zurückgreifen. Ihre beweglichen Daumen erleichtern den Blutbrustpavianen das Ergreifen der einzelnen Grashalme. Die Geladas gelten als eine gering gefährdete Tierart. Sie werden ihres Fleisches wegen gejagt und auch ihre Mähne ist, allerdings heutzutage seltener, ein beliebter Kopfschmuck, der vor Allem bei traditionellen äthiopischen Tänzen zum Einsatz kommt. Im Simien Nationalpark, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde, stehen die Geladas unter vollkommenem Schutz. | |