Dass das Leben der Menschen in Äthiopien anders ist als unseres in Europa, ist nicht schwer zu erraten. Doch wie sieht der Alltag aus?
Wir haben Kinder aus unseren Projektgebieten gebeten uns über ihr Leben zu erzählen:
Kinderspiele in Äthiopien
Teures Spielzeug kennen die Kinder aus armen Familien nicht. Also müssen sie kreativ sein.
In der Kleinstadt Gursum bietet Murat, 8, dem Nachbarjungen Salman, 3, einen Taxi-Service.

Murteisa, 8, hat aus einem Kanister einen Lastwagen gebastelt. Die Achsen sind aus Zweigen gefertigt, die Räder aus Resten von Plastikschuhen.

In Europa malen Kinder das Spielfeld mit Kreide auf den Asphalt, in Äthiopien ritzen sie es mit einem Stock in den Staub: Hüpfspiel im Dorf Kito.

Auch dieses Spiel gibt es auf der ganzen Welt: Mädchen aus Derra vergnügen sich beim Seilhüpfen.

Biniam, 12, und Fikadu, 9, spielen Fußball auf besondere Art: Wer es schafft, die Schnur mit dem Stoffballen daran komplett um den Stock zu wickeln, hat gewonnen.

Nach einem Regen bauen Kinder mit Steinen und Hölzern kleine Dämme in einem Straßengraben der Kleinstadt Katchisi. Das ist auch etwas was Kindern auf der ganzen Welt gehörigen Spaß macht - den Eltern, die dann die Wäsche waschen müssen, leider weniger.

Angesichts des harten Alltags überrascht die Freude am Spiel: Jede Gelegenheit wird genutzt, auch wenn der Ball nur aus Lumpen zusammengebunden ist.

Eine Attraktion an den Straßen der Kleinstädte sind selbst gezimmerte und geschweißte Tischfußball-Spielgeräte. Sie sind immer von Kindern umringt.

Das wichtigste Medium ist der Rundfunk. Bedessa, 7, liebt sein billiges Transistorradio. Leider kann sich seine Familie nur selten Batterien leisten.

Hütejungen springen in einen schlammigen Teich, der als Viehtränke dient. Die meisten Kinder haben dagegen keine Gelegenheit, schwimmen zu lernen.

Der Sportunterricht findet auf der Wiese vor den Klassenzimmern statt. "Blinde Kuh" macht auch äthiopischen Kindern viel Spaß.

Wir errichten Schulen, verbessern die Landwirtschaft, bauen den Gesundheitssektor aus: Helfen Sie Äthiopien und seiner jungen Bevölkerung, unterstützen Sie uns!

Denn Kinder in Äthiopien lernen früh, was materieller Mangel bedeutet. Auch wenn es ihnen genauso viel Spaß macht wie allen Kindern - Zeit zum Spielen haben sie wenig. Stattdessen arbeiten sie im Haus und auf dem Hof mit. Trotzdem ist ihre Lebensfreude groß.
Im von Menschen für Menschen erbauten Boko Health Center sind Zwillinge zur Welt gekommen. Nur ihre ersten Jahre werden ganz dem Spielen gehören.

Kinder müssen sehr früh im Haus und auf dem Hof mithelfen, etwa beim Sortieren der Kaffeekirschen, die zum Trocken auf Tierhäuten ausgelegt werden.

Die 13-jährige Tschewara Sharif schleppt Brennholz. Sie kann nicht zur Schule gehen, weil sie anstelle der erkrankten Mutter den Haushalt führen muss.

Auch der zwölfjährige Redwan geht nicht zum Unterricht: In der Kleinstadt Yanfa putzt er Schuhe, um das Familieneinkommen zu verbessern.

Wer zur Schule gehen kann, hat nur wenig Zeit zum Lernen: Viele Jungs müssen nachmittags das Vieh hüten. Deshalb machen sie die Hausaufgaben auf dem Feld.

Auch die traditionelle Landwirtschaft mit Ochsen und Eisenpflug bedeutet für Teenager und Erwachsene eine große Anstrengung.

Bildung ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft. Gemeinsam können wir es schaffen vielen Kindern in Äthiopien die Chance auf Schulbildung zu schenken. Damit sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen können und unabhängig werden von fremder Hilfe. Das ist ein wichtiger Teil unserer Hilfe zur Selbstentwicklung. Helfen Sie mit!
